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24h Sebring vom 19.-21. November 2021

Das letzte Rennen der Saison war zugleich DAS Highlight – die 24h von Sebring/Florida/U.S.A.!

Weil für dieses Rennen die Reise nun doch etwas länger dauerte, reisten wir bereits eine knappe Woche früher an. Wenn man schon mal in Amerika einreisen konnte – und dann noch in Florida – mussten natürlich einige Stationen wie Miami Beach oder Key West besucht werden. Und schlussendlich hatten wir sogar noch etwas mehr Zeit als geplant für Sightseeing…

Grundsätzlich hätten die Container, welche bereits seit Mitte Oktober mit dem Schiff unterwegs waren, zu Beginn der Renn-Woche ankommen sollen. Leider gab es auf der Strecke aber einen Hurricane, welcher umfahren werden musste. Aus diesem Grund kamen die Container erst am Freitag in der Nacht auf der Rennstrecke an. Der ursprüngliche Zeitplan hätte bereits am Mittwoch mit freien Trainings usw. begonnen und das Rennen wäre von Freitag bis Samstag geplant gewesen. Der Zeitplan sah dann aber etwas anders aus: Freitag-Nacht wurden die Container von den Teams entladen, der Paddock eingerichtet und die Fahrzeuge auf Vordermann gebracht – so war die Mechaniker-Crew die ganze Nacht bis am Samstag früh im Dauer-Einsatz.

Kaum fertig – fand sogleich von Samstag-Morgen bis Samstag-Mittag das Training inkl. Qualifying statt. Da praktisch niemand der Fahrer die Strecke kannte, war dies eher etwas knapp bemessen. Ich glaube, jeder Fahrer fuhr maximal 6 Runden and that’s it… aber wir lernen ja schnell 😉

Wir belegten nach dem Qualiy in unserer Kategorie den 2. Startplatz, direkt hinter unserem Schwesterauto. Unser Hauptkonkurrent – AC Motorsport – startete von P 3.

Danach war von 12:00 bis 16:00 Uhr Pause. Hier konnten sich einige etwas erholen und wieder andere mussten noch einige Dinge für das Rennen vorbereiten. Denn bereits um 17:00 Uhr war Rennstart für 24h! Es sollte ein spannendes Rennen werden, denn sowohl wir als auch AC Motor- sport konnten noch Champion’s werden.

Noch kurz etwas zum Wetter: es heisst doch immer «Florida the sun state»? Ehm ja… das war vielleicht Anfangs Woche so. Aber sobald wir auf der Rennstrecke waren, wechselte die Wetterlage ständig von 28 Grad tropisch bis hin zu Regen à la Weltuntergang …. Yeah!

Ich fuhr den Start – natürlich unter nassen Bedingungen. Die Strecke trocknete zwar langsam ab, aber durch die einbrechende Dunkelheit und die ständig wechselnden Bodenplatten, war es sehr schwierig abzuschätzen, wo es immer noch nass war! Ich konnte die Pace mit meiner Konkurrenz perfekt mithalten – obwohl meine Regenreifen mit der Zeit «sense-manense» waren – und übergab das Fahrzeug weiter an Emil. Ich teilte das Fahrzeug mit Emil Heyerdal, Constantin Kletzer und Fabian Danz.

Mein nächster Stint gegen Mitternacht war eher kurz – nur eine knappe Stunde. Die Strecke war wieder nass und es wurde immer schlimmer. Schliesslich gab es eine Code-60 Phase, um das ganze Geschehen etwas zu «bändigen». Jedoch auch mit einem niedrigeren Tempo war es nahezu unmöglich,  das Fahrzeug auf der Strecke zu halten. Wir wechselten in der Code-60 Phase daher den Fahrer und kurz darauf wurde das Rennen abgebrochen. Das war auch das einzig richtige! Alles andere wäre zu gefährlich gewesen…

Nach ca. 2 Stunden Unterbruch wurde das Rennen wieder aufgenommen. Das Wetter wechselte sich ständig ab, blieb aber zum Teil dann auch zeitweise etwas länger trocken.

Wir konnten das Rennen schlussendlich auf P2 beenden – AC Motorsport auf P1.  Es reichte aber trotzdem für unseren TCR und TCE Weltmeistertitel 2021! Wir konnten den Titel verteidigen!

Zusätzlich konnte ich den Lady’s-Cup gewinnen und belege den 3. Rang in der Fahrer-Einzelwertung aller gestarteten Fahrer in sämtlichen Kategorien. Wuhuu! 😊

An dieser Stelle ein riesen grosses Dankeschön an Autorama Motorsport für die unglaubliche Leistung, ich glaube an diesem Wochenende sind alle an ihre Grenzen gestossen und trotzdem hat es funktioniert. Auch ein riesiges Dankeschön an meine Sponsoren und alle, die mich unterstützen!

Und jetzt würde ich sagen – let’s get party!

12h Rennen Hungaroring vom 01.-03. Oktober 2021

Ursprünglich wäre es ein 12H Rennen in Sizilien gewesen, es wurde dann aber ganz kurzfristig nach Budapest/Ungarn, auf den Hungaroring verschoben. Für mich war dies eine neue/unbekannte Strecke und ich war sehr gespannt, was mich erwartete. Ausserdem fuhren wir an diesem Wochenende das Rennen zu Gunsten der Stiftung Greenhope –  „Sport‘s against cancer“. Unser Auto sowie unsere Rennanzüge waren daher für dieses Rennen knallgrün „Greenhope-gebrandet“.

Am Donnerstag hatten wir Zeit für einen kurzen City-Trip durch Budapest bevor es dann am Abend zum ersten Mal (zu Fuss) um die Strecke ging.  -> sehr viele technische Kurven – also nicht einfach!

Am Freitag-Nachmittag fand das erste freie Training statt: die Strecke gefiel mir sehr gut (immer besser)  und ich konnte meine Rundenzeiten kontinuierlich steigern.

Nach dem Qualifying belegten wir den 4. Rang. Doch der Startplatz ist für ein 12h Rennen ja bekanntlich nicht sooo relevant… und wir konnten bereits nach der ersten Runde aufholen…..

Ich teilte das grüne Fahrzeug mit Christoph Lenz, Milos Pavlovic und Emil Heyerdahl. Milos fuhr den Start und ich übernahm für den zweiten Stint das Steuer.

Das 12h Rennen wurde auf Samstag und Sonntag wie folgt aufgeteilt: Am Freitag 2 Stunden und am Samstag 10 Stunden. In den ersten zwei Stunden konnten wir uns auf den 2. Rang verbessern.

Am Sonntag-Morgen um 08:30 Uhr fuhr ich den „zweiten Start“. Das Auto war top und ich konnte mit der Spitze super mithalten – wir fuhren zu dritt praktisch identische Rundenzeiten.

Aufgrund einer guten Pace und guten Code 60-Phasen konnten wir uns ca. in der Hälfte des Rennens an die Spitze setzen und ohne Strafen und technische Probleme nach 12h das Rennen gewinnen! 😊

Vielen Dank an Autorama Motorsport und Wolf-Power Racing für das geniale Fahrzeug! Und auch ein grosses Dankeschön an meinen Sponsor KAIF-Energydrink für die tolle Unterstützung vor Ort!

Was für eine Freude – und dies für Greenhope! An diesem Wochenende konnten wir ca. 12‘000.- an Spenden sammeln. Vielen Dank an alle, die unsere Charity unterstütz haben.

Zudem konnte die Führung für Autorama Motorsport in der Meisterschaft ausgebaut werden. Das letzte Rennen der Saison 2021 findet vom 18.-20.11.2021 in Sebring / USA statt.

Bitte Daumen drücken, dass wir den dritten Titel in Folge in die Schweiz holen können!

24h Rennen Barcelona vom 3.-5. September 2021

Als Ersatz für das Rennen in Portimao (P) vom Juli starteten wir am 24h Rennen in Barcelona. Für mich war es das erste Mal auf dieser Strecke – ich war mega gespannt auf den „Track“!


Am Donnerstag fanden die ersten Trainings statt. Ich kam von Anfang an gut mit der Strecke zurecht. Sie ist sehr anspruchsvoll und zugleich super cool!


Auch am Freitag konnten wir nochmals trainieren, bevor am Nachmittag dann das Qualifying stattfand.
Mein Teamkollege Emil fuhr unser Auto auf P2 – unser Schwesterauto belegte die P3.


In der Nacht von Freitag auf Samstag fuhren wir zudem das Nachttraining – hier belegten wir den 1. Rang. In der Nacht um die Rennstrecke zu donnern, ist übrigens sensationell 🙂


Am Samstag-Mittag, 12:00 Uhr, startete das 24h Rennen. Wir waren zu viert auf dem Auto #1 unterwegs: 1 Norweger, 1 Italiener, 1 Österreicher und eine Schweizerin – Multikulti! 🙂


Constantin fuhr den Start. Leider wurde er nach ca. 10 Min von einem GT3 Fahrzeug touchiert, weshalb unser Golf im Kies stecken blieb. Wir haben dadurch ca. 3 Runden auf die Konkurrenz verloren. Zum Glück war am Auto aber alles ganz, sodass Constantin – sobald er vom Bergungs-Fahrzeug herausgezogen worden war – wieder weiterfahren konnte.
Danach übernahm Emil das Steuer, dann ich und zum Schluss Roberto. In dieser Reihenfolge wechselten wir uns immer wieder ab. Wir konnten nach drei Stunden wieder zur Konkurrenz aufschliessen und wechselten ständig zwischen Position 1 und 2. Mein erster Stint dauerte wie geplant 1h 35min. Die Hitze in Barcelona war enorm – war es doch permanent 30 Grad heiss! Das bedeutet, im Rennauto wurde es bis zu 70 Grad heiss… und das im Rennanzug 😛


Der zweite meiner Stints wurde aufgrund einer Code 60-Phase verlängert. Das heisst, wir kamen zu dieser Zeit in die Box und konnten nachtanken, die Bremsen wechseln und natürlich neue Reifen montieren. Ich war schlussendlich 2 Stunden am Stück im Auto – ja, danach war ich reif für ein Stündchen Schlaf 😛


Auch mein Nacht-Stint ging gut über die Bühne – zum Glück war es da etwas kühler…

Kurz vor Schluss lagen wir mit 60 Sekunden Rückstand auf Rang 2. Die Konkurrenz hatte jeweils mehr Glück mit den Code 60-Phasen, weshalb Sie den Vorsprung ausbauen konnten. Für die letzte Stunde stieg ich nochmals in den Golf TCR. Es war fast unmöglich, die Lücke zu schliessen, doch ich gab mein Bestes!


Beim überqueren der Ziel-Linie lagen wir auf P2 mit nur 41 Sekunden Rückstand (nach 24 Stunden!) – wir waren happy! Keine Fehler, keine technischen Defekte und ein Doppelsieg für Autorama Motorsport. GENIAL! 🙂 🙂

Meine Fahrerkollegen sowie das gesamte Team haben einen super Job gemacht – trotz der extremen
Hitze! Vielen, vielen Dank an alle Beteiligten – wir können stolz auf uns sein.

24h Rennen Nürburgring vom 03.-06. Juni 2021

Zum zweiten Mal in meinem Leben durfte ich am legendären 24h Rennen Nürburgring starten! Eines der Highlights in der Karriere eines jeden Rennfahrers…!

Bereits am Donnerstag donnerten die Rennboliden zum ersten Mal über die Nordschleife – alle Teams machten sich ready für das grosse Rennen….

Zum ersten Mal nahm das  Max Kruse Racing – Team an diesem Rennen teil – und nannte gleich zwei Fahrzeuge!  Unsere #333 teilte ich mit meinen Landsmännern Frederic Yerly und Gustavo Xavier sowie mit dem deutschen Matthias Wasel. Gleichzeitig starteten unsere Teamkollegen mit der #10.

Während den Trainings machte sich bei unserem Fahrzeug ein Leistungs-Problem bemerkbar. Trotz guten Rundenzeiten hatten wir das Gefühl, unser VW Golf habe nicht die gleiche Power wie sonst. Nach einigem «Pröbeln» haben unsere Mechaniker und Ingenieure dann zum Glück etwas gefunden.

Wir belegten nach dem Qualy in unserer Klasse (SP3T) den 2. Rang, unsere #10 stand auf Pole.

Das Rennen startete am Samstag um 15:30 Uhr. Das Wetter war von Anfang an sehr wechselhaft, es wurden sogar Unwetterwarnungen ausgesprochen. Aber wie es so in der Eifel ist, das Wetter macht sowieso was und vor Allem WANN es will! Bereits zum Start kamen die ersten Tropfen vom Himmel – die Strecke war teils nass, teils trocken. Schwierige Voraussetzungen für die richtige Reifenwahl!!

Fred machte den Start mit der #333 und zeigte eine Hammer Leistung! Während den ersten 2 Stunden wurden die Reifen aufgrund der ständigen Wetter-Kapriolen gefühlte 10 Mal gewechselt. Fred hatte in seinem Stint trocken, dann wieder Wolkenbruch und kurz darauf wieder halb nass/halb trocken… schlimm!

Ich übernahm anschliessend das Steuer auf Slicks, da die Strecke langsam abtrocknete. Die ersten zwei Runden waren «tricky», weil es eben erst abtrocknete… 😛 Ging aber alles gut. Es gab sehr viele Unfälle und dadurch Code-60 Phasen. Zum Glück blieben unsere beiden VW GOLF unversehrt!

Nach mir fuhr Gustavo einen super Stint und wurde anschliessend durch Matthias abgelöst. Der Regen hatte zwar aufgehört, doch langsam machte sich ein dichter Nebel bemerkbar. Irgendwann war er so tief, dass das Rennen aufgrund von Nebel ca. um 21:30 Uhr unterbrochen werden musste. Es wurde dann von der Rennleitung entschieden, dass am Sonntag-Morgen um 06:00 Uhr die nächsten Infos kommen.

So ging es dann halt in der Nacht anstatt ab durch die Grüne Hölle – ab in’s Bett…..

Auch am Morgen war der Nebel nicht weg und das ganze verschob sich immer weiter nach hinten… neue Info um 07:00 Uhr, dann um 09:00 Uhr… schlussendlich konnte um 12:00 Uhr wieder gestartet werden. Der Nebel war zwar immer noch sehr tief, aber es war machbar. Respekt und Vorsicht waren aber weiterhin das A und O!

Ich konnte den Schluss-Stint fahren, wobei es auch da noch sehr viele Unfälle bzw. Code-60 Phasen gab. In jeder Runde war an einem anderen Ort etwas los…

Doch um 15:30 Uhr überquerte ich die Ziellinie auf P2 in unserer Klasse! Aus dem 24h Rennen wurden zwar nur knappe 10 Stunden, doch wir haben es geschafft! Gratulation an unsere #10 welche den Sieg feierte –> Doppelsieg für Max Kruse Racing! 😊 In der Gesamtwertung von 122 Fahrzeugen belegten wir P36 und P39 – SEHR GEIL!

Ein grosses Dankeschön an alle Freunde, Sponsoren und vor allem an alle Teammitglieder, die uns unterstützt haben und einen super Job während der ganzen Wetter-Achterbahn abgeliefert haben!

12h Rennen Hockenheim vom 22.-23. Mai 2021

Unser «Heim»-Rennen in Hockenheim stand auf dem Plan – sind es doch nur 350 km Wegstrecke bis dorthin. Natürlich wollten wir unseren Sieg vom letzten Jahr verteidigen!

Am Freitag trainierten wir den ganzen Tag und hatten von Anfang an eine gute Pace. Es lief alles wie am Schnürchen und wir waren ready für das Qualy am Samstag Morgen. Unser Schwesterauto mit der #112 hatte leider einen Motorschaden, weshalb unsere Mechaniker bis tief in die Nacht arbeiteten…

Samstag Morgen fand dann das Qualy statt. Der Norweger Emil Heyerdahl fur das Qualy für unsere #1 und platzierte den Golf auf P3. Der Motor von unserem Schwesternauto war in der Zwischenzeit auch wieder eingebaut, und diese fuhren sogar auf Poleposition.

Das 12h Rennen wurde auf zwei Tage aufgeteilt. Der erste Teil fand am Samstag von 13:30 – 20:00 Uhr und der zweite am Sonntag von 14:30 – 20:00 Uhr statt.

Emil fuhr am Samstag den Start, dann übernahm ich, und zum Schluss dann unser Fahrer aus Wien, Constantin Kletzer. Wir alle hatten einen guten Speed und lagen lange auf P2. Zum Schluss gab es nochmals einen kurzen Stint von 30 Minuten, für welchen ich nochmals in unseren Rennwagen stieg. Der Leader war zu diesem Zeitpunkt ca. 100m vor mir – doch als er kurz vor Schluss einen Fahrfehler machte, konnte ich ihn überholen und so standen wir zur Halbzeit auf P1!

Am Sonntag fuhren wir in derselben Fahrerpaarung und Reihenfolge wie am Samstag. Bis zum Schluss blieb es eng, denn unser Konkurrent AC Motorsport mit einem Audi waren brutal schnell und holte auf – bis zur letzten Runde wurde «gebibert»! Doch als dann endlich das Rennen abgewunken wurde, überquerte unsere #1 nur 4,3 Sekunden vor AC Motorsport die Ziellinie! Was für ein Krimi, und dass nach 12 Stunden Vollgas! Unser Schwesterauto hatte leider Getriebe-Probleme und belegte Rang 4.

Vielen Dank an das ganze Team Autorama Motorsport für euren Einsatz! Alle haben einen tollen Job gemacht. Nun stehen wir immer noch als Leader auf der Meisterschafts-Tabelle 😉

Das nächste Rennen der Creventic findet vom 16. – 18. Juli 2021 in Portimao / P statt. Ich freue mich sehr darauf: a)wieder ein 24h Rennen und b) feiere ich dort meinen Geburtstag.

Gaststart 3. Lauf Nürburgring Langstrecken-Serie vom 01.05.2021

Nur gerade zwei Wochen nach dem letzten Rennen starteten wir im gleichen Trio bei der NLS 3 auf der Nordschleife am Nürburgring. Es war ein super Wochenende und alles spielte in unsere Karten…

Bei den Trainings am Freitag-Nachmittag lief alles flott und wir waren schnell unterwegs. Und sogar das Wetter spielte mit 😉

Am Samstag belegten wir im Zeitfahren Rang 2 – direkt hinter unseren Teamkollegen mit der #10. Das Rennen konnte also losgehen!

Die 4 Stunden Renndistanz teilten wir wie beim letzten Rennen gleich auf: Tom Coronel machte den Start, ich die «Mitte» und Fred Yerly den Schluss. (Never changing a winning team 😉)

Tom konnte bereits am Start auf P 1 wechseln und blieb auf dieser Position. Während meinem Stint hatte ich sehr viele Gelb-Phasen, aber die zweite Hälfte des Stints war mehr oder weniger frei. Ich konnte pro Runde jeweils ca. 10 Sekunden Vorsprung aufbauen… Für den Schluss übergab ich an Fred und auch er machte alles richtig und überquerte am Schluss die Ziellinie als erster in unserer Klasse!

Wieder ein Doppelsieg für Max Kruse Racing! Sensationelle Leistung vom ganzen Team, von allen Teamkollegen und auch ein grosses Dankeschön an Falken Tyres – die «Gummis» sind Sau-Schnell!

Das nächste Mal «Grüne Hölle» gibt es in einem Monat – beim legendären 24h-Rennen Nürburgring 2021!

Gaststart 2. Lauf Nürburgring Langstrecken-Serie vom 17.04.2021

Wie im vergangenen Jahr, starte ich auch im Jahr 2021 zusammen mit dem deutschen Team «Max Kruse Racing» an einigen Rennen der «NLS» Nürburgring Langstrecken-Serie auf der Nordschleife. Vergangenes Weekend war es dann endlich soweit – nach knapp einem halben Jahr dufte ich endlich wieder auf die Nordschleife!

Im freien Training am Freitag durfte ich wieder die frische Eifel-Luft schnuppern und kam von Anfang an wieder gut mit dem VW Golf GTI TCR zurecht. Das Team hat über den Winter einen super Job gemacht und die Autos nochmals verbessert – TOP!

Ich «teilte» das Auto mit meinem Landsmann Frédéric Yerly und dem Holländer Tom Coronel. Am Samstagmorgen belegten wir mit unserer Startnummer #333 nach dem Qualy den 2. Rang – direkt hinter unserem Schwester-Auto mit der #10.

Das Rennen dauerte 4 Stunden. Den ersten Stint und somit auch den Start übernahm Tom. Er konnte das Auto an die Spitze setzen und sogar einen Vorsprung auf die #10 aufbauen. Nach ca. 80 Minuten war ich an der Reihe. Auch ich konnte den Abstand halten und übergab nach 9 Runden das Steuer an Fred. Aufgrund eines technischen Problems an unserem Fahrzeug schlossen unsere Gegner in der letzten Runde zwar auf, konnten uns aber nicht mehr schnappen. So konnten wir das Rennen gewinnen! DOPPELSIEG für das Team «Max Kruse Racing» – was für ein Erfolg!

Es war eine super Leistung vom ganzen Team – alles hat gepasst. VIELEN DANK AN ALLE!

Wir waren noch nie so schnell auf der Nordschleife unterwegs wie an diesem Wochenende… auch konnte ich meinen persönlichen Rundenrekord knacken… 😉

Das nächste Rennen findet bereits in zwei Wochen statt – dann geben wir nochmals Vollgas!

24h Rennen Dubai vom 14.-16. Januar 2021

Saison-Eröffnung 2021! Mitte Januar hat meine neue Saison bereits wieder begonnen – und das mit einem Saison-Highlight – dem 24-Stunden-Rennen von Dubai – einfach nur wow!

Mitte Woche sassen wir voller Freude im Flugzeug Richtung Dubai. Die Rennautos wurden vorab (bereits Mitte Dezember 2020) in Container verladen und auf dem Seeweg in Richtung Dubai geschickt. Es sind alle «heil» in den Emiraten angekommen und erwarteten uns bereits auf dem Race-Track. Für mich war die Strecke neu und unbekannt. Am Anfang musste ich mich daher dann auch an einige «Mutkurven» herantasten, konnte mich dann jedoch stetig verbessern und am Schluss waren der Mut und die Angriffslust voll da 😉

Mit 24 Grad und Sonnenschein waren die Wetteraussichten hervorragend!

Im Qualifying konnte mein Teamkollege unseren Golf auf die Pole stellen – Hammer! In Anbetracht, dass an diesem Wochenende immerhin 12 TCR Autos am Start waren…! Unser VW Golf (#112) wurde insgesamt von 4 Fahrern pilotiert. Autorama Motorsport setzte übrigens gleich drei VW Golf TCR ein, von welchen einer dann leider im Laufe des Wochenendes aufgrund eines gröberen Unfalles ausfiel – es entstand dabei zum Glück aber «nur» Blechschaden…

Am Freitag-Nachmittag um 15:00 Uhr war der Start. Ich fuhr den 2. Stint und übernahm das Auto auf P4. Leider überhitze bereits in den ersten Runden unser Sperrdifferential, was natürlich ein Nachteil gegenüber der Konkurrenz war. So verloren wir pro Runde kostbare Zeit… Gegen Mitternacht, als es etwas kühler wurde, funktionierte es dann zum Glück wieder. Wir konnten uns zwischenzeitlich sogar auf Rang 2 vorkämpfen! Während den gesamten 24 Stunden wechselten wir Fahrer uns immer in der gleichen Reihenfolge nach 1.5 – 2 Stunden Fahrzeit ab.

Im Laufe des Rennens setzte leider das Trinksystem im Fahrzeug aus – Halleluja! Das machte einem mit der Zeit schon etwas zu schaffen… aber wir haben es alle überstanden. Nach 24 Stunden über-querten wir auf Rang 2 die Ziellinie mit 1 Runde Rückstand auf das Gewinnerfahrzeug und 7 Runden Vorsprung auf unser 3.-platziertes Schwester-Auto. Was für ein Rennen!

Vielen Dank an das gesamte Team von Autorama Motorsport by Wolf Power Racing und meine Fahrerkollegen. Es war eine super Teamleistung und wir können stolz auf uns sein. P2 und P3 gleich zu Saisonbeginn – weiter so!

12h Rennen Mugello vom 12. – 14. November 2020

Kurzfristig gab es für mich unerwartet nochmals ein Rennen im doch so speziellen Jahr 2020: vor einer Woche wurde ich von Autorama Motorsport angefragt, ob ich am 12h-Rennen in Mugello teilnehmen und sie beim Kampf um den Meistertitel unterstützen möchte…. ich war natürlich dabei!

Die Rennstrecke Mugello kannte ich bis anhin nicht – ich besuchte die Strecke zwar einmal anlässlich eines MotoGP Rennens als Zuschauer – selber gefahren bin ich auf dieser Rennstrecke aber noch nie.

Am Donnerstag fanden die freien Trainings statt – bei sehr nassem Wetter!! Es ist eher schwierig, bei nassen Verhältnissen eine neue Strecke kennenzulernen… aber sag niemals nie 😉

Autorama Motorsport war mit zwei VW Golf Rennfahrzeugen am Start. Ich fuhr wieder die #1, zusammen mit Constantin Kletzer und Philipp Hagmann.

Das Zeitfahren am Freitag fuhr Co Kletzer und belegte P4. Die Strecke war mittlerweile praktisch komplett abgetrocknet, als am Freitag-Mittag die ersten 5 Stunden des Rennens gestartet wurden. Den Start fuhr Constantin, den nächsten Stint fuhr ich und danach stieg Hagi ins Auto. Als um 17:00 Uhr abgewunken wurde, lagen wir immer noch auf P4.

Am Samstag fand dann die zweite Hälfte des Rennens statt. Dieses wurde nur noch von Co Kletzer und mir gefahren – das war ganz schön anstrengend! Unser Ziel war es, unseren Teamkollegen mit der #112 den Rücken frei zu halten, damit der Team-Titel 2020 gesichert war.

Schlussendlich beendeten wir das Rennen auf P3 (die «wichtige» Konkurrenz auf P4) und das Schwesterauto auf P1 – was für ein Wochenende!

Autorama Motorsport by Wolf-Power Racing waren somit European und Continental 24h-Series TCE Teamchampions 2020. Nochmals eine riesen Gratulation an das gesamte Team und vielen Dank, dass ich dabei sein durfte! Zudem konnte ich mir den 24h-Series European- & Weltmeistertitel in der Frauen-Wertung sichern! 😊

Von 5 teilgenommenen Rennen in diesem Jahr durfte ich 4 Mal auf dem Podium stehen – was für eine positive Bilanz – passend zum Thema des Jahres 2020.

Aber nun ist meine Saison 2020 definitiv zu Ende. Ich hoffe, dass im Jahr 2021 wieder mehr Zuschauer dabei sein dürfen und das leidige Corona-Thema langsam verschwindet …

11. Dezember – save the Date!

Jeder kennt prominente Personen aus dem Kanton. Doch wie sind sie wirklich? In der Gesprächs­serie «Usem Nähchäschtli plaudere…» steht nicht die bekannte Persönlichkeit, sondern der Mensch da­hinter im Mittelpunkt.

Am 11. Dezember 2020 um 18:00 – 20:00 Uhr bin ich Gast bei der ErwachsenenBildung AR GmbH und stehe euch gerne für eure Fragen über meine Karriere als Rennfahrerin zur Verfügung. 🙂

Die Teilnahme ist nur via Anmeldung möglich – die Platzzahl ist beschränkt!

Hier geht’s zur Anmeldung: https://www.eb-ar.ch/de/kurse/naehchaeschtli/210_jasmin-preisig-rennfahrerin/

Die Gesprächsrunde wird von der ErwachsenenBildung AR GmbH in Kooperation mit dem Wochenmagazin «de Herisauer» durchgeführt.

Ich freue mich auf euch! 🙂