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11. Dezember – save the Date!

Jeder kennt prominente Personen aus dem Kanton. Doch wie sind sie wirklich? In der Gesprächs­serie «Usem Nähchäschtli plaudere…» steht nicht die bekannte Persönlichkeit, sondern der Mensch da­hinter im Mittelpunkt.

Am 11. Dezember 2020 um 18:00 – 20:00 Uhr bin ich Gast bei der ErwachsenenBildung AR GmbH und stehe euch gerne für eure Fragen über meine Karriere als Rennfahrerin zur Verfügung. 🙂

Die Teilnahme ist nur via Anmeldung möglich – die Platzzahl ist beschränkt!

Hier geht’s zur Anmeldung: https://www.eb-ar.ch/de/kurse/naehchaeschtli/210_jasmin-preisig-rennfahrerin/

Die Gesprächsrunde wird von der ErwachsenenBildung AR GmbH in Kooperation mit dem Wochenmagazin «de Herisauer» durchgeführt.

Ich freue mich auf euch! 🙂

16h Rennen Hockenheimring vom 04.-06.09.2020

Es ist vollbracht – nun auch noch ein Doppelsieg mit Autorama Motorsport beim 16-Stunden-Rennen in Hockenheim!

Aufgrund der Covid-19 Situation wurde das 24h Rennen von Barcelona nach Hockenheim verlegt. In Hockenheim herrschen strenge Lärm-Regeln, weshalb das Rennen über die Nacht gekürzt werden musste d.h. das Rennen wurde in zwei Teile aufgeteilt: 8 Stunden am Samstag und 8 Stunden am Sonntag, jeweils 12:00 – 20:00 Uhr.

Auf dem kompletten Gelände herrschte eine Maskenpflicht und leider waren keine Zuschauer erlaubt. Es ist schon ein komisches Gefühl, die Tribunen so leer zu sehen. Gerade auch bei der Startaufstellung fehlen die Geräusche und Emotionen vom Publikum.

Bereits am Freitag im freien Training war unser VW Golf TCR mit der #1 immer vorne dabei. Doch leider hatten wir beim Quali ein kleines Problem mit den Bremsen, weshalb wir keine Top-Zeit fahren konnten und «nur» P4 belegten. Doch nicht’s desto trotz – es lagen 16h Rennen vor uns!

An dieser Stelle ein riesen grosses Dankeschön an das Team von Autorama Motorsport und Wolf Power Racing für die Nachtschicht und euren tollen Einsatz!

Am Samstag startete Yannick Mettler in’s Rennen und hatte eine super Pace. Doch nach kurzer Zeit kam die Meldung: unser Transponder funktioniert nicht richtig! Deshalb hatten wir einen etwas längeren Boxenstop als geplant (gleichzeitig gab es einen Fahrerwechsel: Ich sprang in’s Auto). Auch ich konnte einen super Stint von 49 Runden fahren und übergab das Steuern an Constantin Kletzner, welcher anschliessend an Christoph Lenz und weiter an Rhys Lloyd übergab. Trotz der Wetter-Kapriole ab ca. der Hälfte des Rennens machten alle einen super Job und wir beendeten den 1. Teil auf Zwischenrang 2.

Am Sonntag fuhren wir nochmals in der gleichen Konstellation. Als ich wieder als zweite das Steuer übernahm, lagen wir auf P2. Ich hatte einen idealen, starken Stint und konnte die 40 Sekunden Rückstand auf unseren Vordermann aufholen und somit die Führung übernehmen!!

Ab diesem Zeitpunkt konnten wir unsere Position bis zum Ende halten – und gewannen das 16-Stunden-Rennen am Hockenheimring!! Was für ein Gefühl! Direkt dahinter unser #112 auf Rang 2 – also ein Doppelsieg für das schweizer Team Autorama Motorsport!

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation finden zum Teil keine Siegerehrungen statt. In Hockenheim gab es zwar eine, allerdings durfte nur ein Fahrer pro Auto auf das Podium – und natürlich mit Maske. Es war ein schönes Gefühl, zu Oberst auf dem Treppchen zu stehen und die Schweizer Nationalhymne zu hören. Aber es wäre mit dem ganzen Team natürlich noch emotionaler gewesen…

Hoffentlich können wir bald wieder als Team da oben stehen und zusammen mit den Fans vor Ort «racen» & feiern!

Aufgrund der Covid-19 Situation wurde das 24h Rennen von Barcelona nach Hockenheim verlegt. In Hockenheim herrschen strenge Lärm-Regeln, weshalb das Rennen über die Nacht gekürzt werden musste d.h. das Rennen wurde in zwei Teile aufgeteilt: 8 Stunden am Samstag und 8 Stunden am Sonntag, jeweils 12:00 – 20:00 Uhr.

Auf dem kompletten Gelände herrschte eine Maskenpflicht und leider waren keine Zuschauer erlaubt. Es ist schon ein komisches Gefühl, die Tribunen so leer zu sehen. Gerade auch bei der Startaufstellung fehlen die Geräusche und Emotionen vom Publikum.

Bereits am Freitag im freien Training war unser VW Golf TCR mit der #1 immer vorne dabei. Doch leider hatten wir beim Quali ein kleines Problem mit den Bremsen, weshalb wir keine Top-Zeit fahren konnten und «nur» P4 belegten. Doch nicht’s desto trotz – es lagen 16h Rennen vor uns!

An dieser Stelle ein riesen grosses Dankeschön an das Team von Autorama Motorsport und Wolf Power Racing für die Nachtschicht und euren tollen Einsatz!

Am Samstag startete Yannick Mettler in’s Rennen und hatte eine super Pace. Doch nach kurzer Zeit kam die Meldung: unser Transponder funktioniert nicht richtig! Deshalb hatten wir einen etwas längeren Boxenstop als geplant (gleichzeitig gab es einen Fahrerwechsel: Ich sprang in’s Auto). Auch ich konnte einen super Stint von 49 Runden fahren und übergab das Steuern an Constantin Kletzner, welcher anschliessend an Christoph Lenz und weiter an Rhys Lloyd übergab. Trotz der Wetter-Kapriole ab ca. der Hälfte des Rennens machten alle einen super Job und wir beendeten den 1. Teil auf Zwischenrang 2.

Am Sonntag fuhren wir nochmals in der gleichen Konstellation. Als ich wieder als zweite das Steuer übernahm, lagen wir auf P2. Ich hatte einen idealen, starken Stint und konnte die 40 Sekunden Rückstand auf unseren Vordermann aufholen und somit die Führung übernehmen!!

Ab diesem Zeitpunkt konnten wir unsere Position bis zum Ende halten – und gewannen das 16-Stunden-Rennen am Hockenheimring!! Was für ein Gefühl! Direkt dahinter unser #112 auf Rang 2 – also ein Doppelsieg für das schweizer Team Autorama Motorsport!

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation finden zum Teil keine Siegerehrungen statt. In Hockenheim gab es zwar eine, allerdings durfte nur ein Fahrer pro Auto auf das Podium – und natürlich mit Maske. Es war ein schönes Gefühl, zu Oberst auf dem Treppchen zu stehen und die Schweizer Nationalhymne zu hören. Aber es wäre mit dem ganzen Team natürlich noch emotionaler gewesen…

Hoffentlich können wir bald wieder als Team da oben stehen und zusammen mit den Fans vor Ort «racen» & feiern!

Gaststart 5. Lauf Nürburgring Langstrecken Serie vom 29.08.2020

Natürlich durfte bei unseren geplanten Gaststarts in der NLS 2020 das Saison-Highlight – nämlich das 6-Stunden-Rennnen – nicht fehlen. Es war toll, wieder am Nürburgring fahren zu dürfen (dieses Mal auch mit einigen wenigen Zuschauern). Am Freitag wurde trainiert und am Samstag gings los!

Und wie: nach der Doppel-Pole im Zeittraining waren die Weichen bereits gestellt.

Die #333 belegte die Poleposition und unser Schneewittchen platzierte sich auf Rang 2. Schon wieder Doppel-Pole für Max Kruse Racing in der Klasse SP3T!

Ich konnte im Zeittraining sogar meine persönliche Runden-Bestzeit unterbieten – die genaue Zeit sage ich jetzt aber nicht 😉 ..ist aber einiges unter 9 Minuten.

Obwohl es fast in ganz Europa in Strömen regnete, blieb es in der Eifel den ganzen Samstag trocken. Das war wirklich mal was ganz neues 😛

Andy fuhr als erstes und konnte die Führung übernehmen. Danach war ich an der Reihe. Leider war während meinem Stint aufgrund von vielen, zum Teil grösseren Unfällen, konstant eine pinke Flagge geschwenkt (Code 60 = nur Km/h 60 erlaubt). Aus diesem Grund konnte ich leider nie eine komplette, freie Runde im Rennen fahren. Die Führung konnte ich jedoch behalten und übergab das Schneewittchen anschliessend an Benny. Auch er machte einen super Job und so durften wir erneut einen Sieg feiern!

Zu guter letzt belegte unser zweites zweite Auto mit der #333 wieder P2 und somit hatten wir nicht nur Doppel-Pole, sondern auch wieder einen Doppel-Sieg! Jackpot würde ich meinen 🙂

Für mich geht es diese Woche gleich weiter mit dem nächsten Rennen: kommendes Wochenende starte ich zusammen mit dem Schweizer Team «Autorama Motorsport» am 16H Rennen in Hockenheim. Aufgrund der Covid-Situation wurde das Rennen von Barcelona auf Hockenheim verlegt.

Bitte Daumen drücken!

Gaststart 4. Lauf Nürburgring Langstrecken Serie vom 01.08.2020

Nach der Entscheidung, nicht die komplette Saison der Nürburgring Langstrecken-Serie zu absolvieren, wollten wir mit Gaststarts einige Highlights setzen. Ich glaube, das ist uns vergangenes Weekend gelungen!

Am Freitag brannte die Sonne noch bei 36 Grad Vollgas auf die Rennstrecke und am Samstag-Morgen war wieder Land-unter in der Eifel.

Im völlig verregneten Qualifying bewiesen wir Piloten unsere Qualitäten und stellten die beiden VW Golf GTI TCR – die für die Klasse SP3T modifiziert wurden – auf die ersten beiden Startplätze. Jawohl!

Auf unserem Schneewittchen fuhr ich zusammen mit Andy Gülden und Benny Leuchter. Auf dem zweiten Auto startete der Holländer Tom Coronel zusammen mit Benny Leuchter.

Aus der Poleposition startete Benny mit unserem Auto und konnte die Führung auch halten. Nach ca. 90min übergab er das Auto an mich. In der Zwischenzeit hatte sich das Wetter wieder zum Schönen verändert und die Sonne gab «Vollgas» – was für eine Hitze!

Ich fuhr meinen Stint von ca. 80min problemlos und übergab das Auto anschliessend an Andy Gülden. Auch Andy machte einen super Job und schaukelte das Ding auf P1 in’s Ziel!

Was für ein Einstand in die 2020er Saison der Nürburgring Langstrecken-Serie! Das Max Kruse Racing Team konnte bei seinem ersten NLS-Aufritt in diesem Jahr auf Anhieb einen Doppelsieg feiern.

Unseren nächsten Gaststart werden wir am 28. + 29. August 2020 beim 5. Lauf der Nürburgring Langstrecken Serie absolvieren – hoffentlich wieder so erfolgreich!

24h Rennen Portimão / P vom 12. – 14. Juni 2020

Es ist kaum zu glauben, aber wir durften endlich wieder ein Rennen fahren! Nach der langen Pause konnte ich am ersten Rennen nach dem Corona-Lockdown teilnehmen. Es war MEGA!


Das letzte Mal sass ich im März 2020, anlässlich der Test- und Einstellfahrten der Nürburgring Langstreckenserie, im Cockpit. Seit da lief nix mehr… doch letztes Wochenende war es endlich wieder soweit! Das Schweizer Team Autorama Motorsport Wetzikon hat mich angefragt, ob ich mit ihnen das 24h Rennen in Portimao (Portugal) bestreiten möchte. Wir wollten schon öfters zusammenarbeiten, aber bis jetzt hatte es aufgrund von Terminüberschneidungen nicht geklappt. Aber dieses Mal konnten wir es realisieren!


Am Mittwoch reisten wir nach Portugal (der Flughafen Zürich glich einem Geisterschloss) und bereits am Donnerstag durfte ich wieder in meinem «Office» sitzen – auch hier ein VW Golf GTI TCR. Vor 1 ½ Jahren war ich bereits zusammen mit Volkswagen bei einer Fahrveranstaltung in Portimao. Ein Rennen bin ich auf dieser Strecke aber noch nie gefahren…. stellte aber überhaupt kein Hindernis dar.


Das einzige «Hindernis» waren die Corona-Vorschriften; mussten doch in den Boxen immer Masken getragen werden… gibt definitiv angenehmeres. Aber naja, dafür endlich wieder RACING!
Zusammen mit den Schweizern Yannick Mettler, Christoph Lenz, Jérome Ogay und Stefan Tanner teilte ich mir das Cockpit #1. Wir waren von Anfang an gut dabei und belegten im Qualy P3 – ach ja und das Auto war sensationell!

Zusätzlich fand am Freitag ein Nacht-Training statt. Endlich durfte ich mal bei kompletter Dunkelheit fahren – ehrlich – ich war schon leicht nervös 😛 Aber ich gewöhnte mich schnell an die Dunkelheit und war der schnellste TCR… ich habe wohl auch eine dunkle Seite !? Haha..


Samstag 12:00 Uhr wurde das 24h Rennen gestartet. Yannick übernahm diese Aufgabe und übergab mir nach ca. 70 Min. das Steuer. Danach folgten Jérome, Christoph usw. So wurde immer im 70- bis 80-Minuten-Takt das Steuer weitergegeben. Wir waren gut unterwegs und lagen sogar plötzlich in Führung! Meinen besten Stint hatte ich in der Nacht zwischen 01:45 – 03:15 Uhr. Mein Speed war so top, dass ich schlussendlich 90 Minuten Vollgas auf der Strecke war 😊 Und in der Nacht ist es einfach nur «geil»!


Kurz vor 04:00 Uhr kam Yannick mit einem Problem an die Box. Eine Einspritzdüse war defekt… und dies genau jetzt, wo wir mit ca. 3 Runden Vorsprung in Führung lagen!! Nach ca. 40 Min. Boxen-Aufenthalt konnten wir das Rennen wieder aufnehmen… Die verlorene Zeit konnten wir zum Teil wieder aufholen und lagen kurz vor P3, bis das Schicksal nochmals zuschlug: Christoph blieb um ca. 08:00 Uhr mit Getriebeproblemen auf der Strecke stehen! Wir konnten es nicht glauben! Die Mechaniker leisteten einen Hammer Job und wechselten das Getriebe innerhalb von 90 Min. (!). Als Stefan wieder auf die Strecke wollte, hatte er leider immer noch Probleme mit der Schaltung – es konnte nur in den 1. und 2. Gang geschalten werden. Wir mussten kurz vor Schluss leider aufgeben.


Dafür konnte unser Schwesterauto #112 das Rennen für sich entscheiden! So nahe liegen Glück und Pech beieinander – this is Motorsport!


Nochmals vielen Dank an die gesamte Mannschaft von Autorama Motorsport und Wolf Power Racing für ihre unglaubliche Arbeit! Und natürlich auch ein grosses Dankeschön an alle Fahrer – alles echt coole Typen 😊

Update Saison 2020 und Covid-19

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen finden die ersten 3 Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie nicht statt.

Trotzdem aber etwas erfreuliches: vergangenen Samstag waren wir mit unserem Team «Max Kruse Racing» am Nürburgring an den offiziellen Test & Einstellfahrten. Es waren zwar nicht viele Fahrzeuge da, aber für die die da waren, war es ein super Training. Wir kamen mit unserem VW Golf super zurecht und waren mit unseren Leistungen zufrieden.

Doch noch am selben Tag wurde uns mitgeteilt, dass dies wohl der letzte Rennstrecken-Tag für die nächsten Monate sein wird ☹ Ich habe es auf jeden Fall zu 100% genossen!!

Der 4. Lauf wäre gemäss Plan am 26./27.06.2020. Ich hoffe sehr, dass wir zu diesem Zeitpunkt uns wieder uneingeschränkt in der Welt bewegen dürfen / können…

Ich wünsche Euch alles Gute und «bliiebet gsund!»

VLN 9 Langstreckenrennen vom 26. Oktober 2019

Mit einen zweiten Klassen-Rang konnte das Team Max Kruse Racing ein gutes Ergebnis beim Saisonfinale der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring erreichen. Damit schloss die Mannschaft eine turbulente Saison erfolgreich ab.

Die erste Meisterleistung gelang dem Team allerdings bereits vor dem Rennen. In den knapp zwei Wochen nach dem achten VLN-Lauf bot die Mannschaft alle Kräfte auf, den bei einem Unfall stark beschädigten VW Golf GTI TCR mit der #819 wieder rennfertig zu machen. Mit Erfolg, denn das „Schneewittchen“ getaufte Auto erstrahlte bei VLN 9 in neuem Glanz. Andy Gülden und Jasmin Preisig setzten diese Vorlage im morgendlichen Qualifying souverän um und fuhren auf den ersten Startplatz in der Klasse TCR. Das war bereits die siebte Pole Position in neun Rennen für die Mannschaft des Profi-Fußballers Max Kruse.

Beim Rennstart konnte Andy Gülden seine Pole Position sofort in die Führung umsetzen. Im Laufe seines Stints verlor er diese aber an den auf der langen Geraden deutlich schnelleren Audi. Der daraufhin strategisch eine Runde eher eingelegte Boxenstopp, bei dem Jasmin Preisig das Steuer übernahm, gelang perfekt, konnte aber nicht verhindern, dass die #819 zur Rennhälfte einen deutlichen Rückstand auf den Führenden hatte. Jasmin holte jede Runde auf, doch gegen Schluss Ihres Stints verabschiedete sich aufgrund Überhitzung das Sperrdifferenzial, weshalb ein bisschen Speed herausgenommen werden musste.

Andy Gülden kletterte am Schluss nochmals in Cockpit. Trotz Windschattens auf der Döttinger Höhe hatte Gülden aufgrund des Topspeed-Vorteils des Gegners aber keine Chance mehr, einen finalen Angriff zu starten und kreuzte mit nur 0,9 Sekunden Rückstand als Zweiter die Ziellinie.

VLN 9. Lauf 2019, Nürburgring-Nordschleife – Foto: Gruppe C Photography
VLN 9. Lauf 2019, Nürburgring-Nordschleife – Foto: Gruppe C Photography

VLN 8 Langstreckenrennen vom 12. Oktober 2019

Ein unverschuldeter Ausfall beim achten VLN-Lauf auf dem Nürburgring und eine Poleposition – das vergangene Wochenende hatte die gesamte Palette an Gefühlen für das Team Max Kruse Racing zu bieten.

Neu formiert startete das Team Max Kruse Racing am Samstag in den Endspurt der 2019er VLN-Saison. Volle Konzentration auf ein Fahrzeug und die neu zusammengestellte Fahrercrew, bestehend aus Jasmin Preisig, Benny Leuchter und Andy Gülden, sollten nach all dem Pech in dieser Saison beim achten Lauf endlich wieder ein Erfolgserlebnis bringen.

Zunächst schien der Plan aufzugehen. In einem schwierigen Qualifying mit wechselnden Streckenbedingungen gelang „Lord Schleife“ Andy Gülden zum Schluss trotz einer Gelbphase eine Top-Runde, mit der er den Golf GTI TCR auf die Pole Position stellte. Beste Voraussetzungen also, den angestrebten Sieg in der Klasse TCR einzufahren.

Startfahrer Benny Leuchter kam zunächst wie alle anderen nicht einmal über die Startlinie hinaus, bevor das Rennen wegen eines Unfalles in der ersten Startgruppe abgebrochen werden musste. Benny ließ sich auch durch die anschließende Verzögerung um mehr als eine Stunde nicht aus dem Konzept bringen und setzte seine Pole Position nach dem Neustart in eine souveräne Führung um. Runde für Runde baute der Nordschleifen-Spezialist seinen Vorsprung aus, so dass er kurz vor dem ersten Boxenstopp schon eine Minute auf den Verfolger herausgefahren hatte. Leider nutzte ihm dieser Vorsprung nichts, denn beim Überrunden kam es zu einer unverschuldeten Berührung mit einem langsameren Fahrzeug, infolge dessen Benny mit hoher Geschwindigkeit in die Leitplanke einschlug. Das Rennen war für den schwer beschädigten Golf mit der #819 daraufhin beendet. Jasmin und Andy mussten die Rennanzüge wieder ausziehen ohne dass sie nur eine Rennrunde gefahren sind. Ein weiteres Mal blieb damit eine tadellose Leistung des ganzen Teams durch unverschuldete Umstände unbelohnt.

Natürlich setzt das Team alles daran, die #819 bis zum nächsten und letzten VLN-Lauf vom 25. + 26. Oktober 2019 wieder in Form zu bringen.

VLN 7 Langstreckenrennen vom 28. September 2019

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte das Team Max Kruse Racing beim siebenten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Während das „Junior-Auto“ mit der #819 einen tollen zweiten Klassen-Rang einfuhr, erlebten Andy Gülden und Benny Leuchter im Top-Auto mit der #10 einen bitteren Ausfall aufgrund eines technischen Problems, der Gülden endgültig aus dem Rennen um die TCR-Meisterschaft riss.

Es war die letzte Möglichkeit, den amtierenden TCR-Champion Andy Gülden noch im Rennen um die Titelverteidigung zu halten. Trotz vieler Ausfälle in diesem Jahr hätte der 40-Jährige mit einer Siegesserie und gleichzeitiger Top-Platzierungen des Schwesterautos in den verbleibenden Rennen noch reelle Chancen auf den Titel in der Klasse TCR gehabt. Benny Leuchter trat diesmal in beiden Autos an, um das Juniorenteam mit Jasmin Preisig und Loris Prattes im Golf GTI TCR mit der #819 zu unterstützen. Im Qualifying schien die Rechnung aufzugehen, denn mit den Startplätzen 1 und 3 standen beide Volkswagen Golf GTI TCR des Teams vor den direkten Meisterschafts-Konkurrenten.

Den Start unter nassen Bedingungen fuhren die beiden Routiniers Andy Gülden im GTI mit der #10 und Benny Leuchter im Schwesterauto mit der #819. Trotz der extrem schwierigen Streckenbedingungen konnten sich beide Autos zunächst souverän vor den Titel-Kontrahenten halten. Das Wetter in der Eifel machte allen Beteiligten wieder einmal das Leben schwer. Regenschauer wechselten sich mit sonnigen Perioden ab, so dass die Reifenwahl zur Lotterie wurde.

Kurz nach Rennhalbzeit kam dann die Hiobsbotschaft über Funk. Andy Gülden meldete Probleme mit der Kraftübertragung und musste den „Güldenen Leuchter“ mit defekter Antriebswelle in Führung liegend im Bereich Kesselchen abstellen. Ein bitterer Moment für das Team, dem so sämtliche theoretische Meisterschaftschancen unverschuldet aus den Händen glitten.

Das Schwesterauto #819 drehte unterdessen weiter problemlos seine Runden. Der Fahrerwechsel von Benny zu Jasmin lief perfekt. Weil das Wetter immer noch verrückt spielte, fuhr Jasmin mit einem neuen Satz Regenreifen weiter. Es war sogar kurz der Gedanke da, hinten Regenreifen und vorne Slicks zu montieren. Petrus’ Wetterkapriolen hielten die Fahrer & Teams weiter auf Trab: gegen Ende des Stints von Jasmin war 80% der Nordschleife trocken – ach wie mussten die Regenreifen leiden…! Auch der Fahrerwechsel von Jasmin zu Loris verlief ohne Probleme. Den letzten Stint konnte Loris auf Slick-Reifen absolvieren, und ENDLICH wurde das Wetter besser.

Nach 23 Rennrunden kreuzte Prattes mit wenigen Sekunden Rückstand als Zweiter die Ziellinie. Ein versöhnliches Ende eines turbulenten Renntages für das Team Max Kruse Racing.

Bereits in zwei Wochen gibt es die nächste Chance auf Rennsiege. Am 12. Oktober findet der 51. ADAC Barbarossa-Preis und damit der vorletzte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring statt.

VLN 6 Langstreckenrennen vom 7. September 2019

Nach dem Doppelausfall bei VLN 5 konnte das Team Max Kruse Racing bei der sechsten Veranstaltung des Jahres zurückschlagen und trotz widrigster Bedingungen einen klaren Klassensieg mit dem „Güldenen Leuchter“ und den Piloten Andreas Gülden sowie Benjamin Leuchter einfahren. Komplettiert wurde der Erfolg durch den dritten Rang des „Junior-Autos“ mit Jasmin Preisig und Loris Prattes.

Die bisherige VLN-Saison des Teams Max Kruse Racing gleicht einer Achterbahnfahrt. Drei punktelosen Rennen zu Saisonbeginn folgte ein grandioser Doppelsieg, der wiederum von einem enttäuschenden Totalausfall bei VLN 5 abgelöst wurde. Umso akribischer bereitete sich die Mannschaft des Fußball-Profis, der mittlerweile in der türkischen Erstliga spielt, auf den sechsten Saisonlauf vor, um auf jeden Fall die Zielflagge zu sehen. Dabei spielte der Wettergott wieder einmal Roulette, denn bereits beim morgendlichen Qualifying wechselten sich Regenschauer und trockene Passagen ab. Unter diesen unsteten Bedingungen gingen die Besatzungen beider Autos kein Risiko ein. Ergebnis: Poleposition für den „Güldenen Leuchter“ und vierter Startplatz für Jasmin und Loris.

Die #10 übernahm nach dem Start die Führung und blieb während der ganzen Renndistanz von 4 Stunden bis in’s Ziel auf dieser Position. Endlich hat es wieder geklappt!

Gleich dahinter kämpften Jasmin Preisig und Loris Prattes um ihre Chance auf das Podium. Loris Prattes ließ nach dem Start unter den Mischbedingungen Vorsicht walten und ging kein Risiko ein. Jasmin Preisig hingegen konnte im Anschluss die Lücke zum Drittplatzierten schließen und ihn überholen. Auch von einem leichten Einschlag in die Leitplanke ließ sich die Schweizerin nicht beirren. Dabei halfen ihr auch die extrem starken Boxenstopps der Max Kruse Racing Mannschaft. Prattes, der die #819 für den Schluss-Stint wieder übernahm, legte bei extrem nassen Streckenbedingungen noch einmal nach und fuhr einen derart großen Vorsprung auf den Verfolger heraus, dass auch eine 80-sekündige Zeitstrafe wegen eines Überholfehlers nicht mehr am dritten Rang rütteln konnte.

Neben dem sportlichen Geschehen stand für das Team Max Kruse Racing an diesem Wochenende auch die Begegnung zweier Power-Sportlerinnen im Fokus, denn die Torhüterin der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Almuth Schult vom VFL Wolfsburg war zu Gast. Die derzeit verletzte Top-Fußballerin und die Rennfahrerin Jasmin Preisig tauschten sich vor Ort über ihre Sportarten aus. Dabei konnte das Team Max Kruse Racing der Nationalspielerin einen tiefen Einblick in den Motorsport geben. Als Höhepunkt nahm Almuth auf dem „Heißen Sitz“ des Renntaxis Platz und ließ sich von Jasmin Preisig im Renntempo über die Nordschleife pilotieren. Während des Rennens war die Fußballerin hautnah beim Team. Ebenfalls anwesend war ein Filmteam von Volkswagen, das diese Begegnung in einem Video thematisieren wird.