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Gaststart VLN8 4-Stunden-Rennen auf der Nordschleife/Nürburgring

Mein ehemaliges Team Lubner Motorsport suchte noch einen dritten Fahrer für den 8ten VLN-Lauf auf der Nürburgring-Nordschleife. Wie die einen bestimmt noch wissen, startete ich im Jahr 2015 in dieser Serie, damals mit dem Opel Astra Cup Auto…

Kurz zur VLN (Langstreckenmeisterschaft Nürburgring): Die VLN ist eine Langstrecken-Serie mit 4- und 6-Stunden Rennen, welche auf der Nordschleife stattfinden. Die Nordschleife ist mit ihren 25 Km die längste Rennstrecke der Welt! Mit über 800 m Höhen-Unterschied und vielen blinden Passagen zählt die Strecke zu den anspruchsvollsten die es gibt und wird daher auch „die Grüne Hölle“ genannt. Es befinden sich während eines VLN-Laufes bis zu 180 Autos, welche in verschiedenen Kategorien gewertet werden, zur gleichen Zeit auf der Strecke. Daher ist auch die Leistung/Geschwindigkeit der Autos extrem unterschiedlich. An diesem VLN8-Rennen waren 155 Autos am Start – darunter 10 TCR Autos.

Mein Renn-Einsatz wurde auf einem Opel Astra TCR gefahren – genau demselben Fahrzeug-Typ, wie ich ihn in der TCR Germany gefahren bin.

Am Freitag durfte ich 5 Runden als Training absolvieren. Meine beste Rundenzeit war 9 Min 10 Sek! Wenn man in Anbetracht zieht, dass ich schon über ein Jahr nicht mehr auf der Strecke gefahren bin und noch nie mit einem TCR Auto darauf fuhr, war dies eine super Zeit!

Am Samstag Morgen um 08:20 Uhr fuhr ich als erste los in’s Qualy. Die Strecke war in den Waldstücken extrem feucht/nass, dadurch konnte ich keine „Hammer“-Zeit „hinfitzen“. Meine zwei Teamkollegen Thomas Jäger und Thorsten Wolters fuhren anschliessend auch ihre Runden und wir platzierten den Opel in unserer Kategorie auf Startplatz 3!

Am Samstag Mittag um 12:00 Uhr startete Thomas das Rennen. Nach ca. 80 Min übergab er mir das Fahrzeug auf P3 liegend. Ich fuhr 9 Runden und konnte den Abstand auf den Zweiten aufholen. Thorsten schaffte es dann sogar noch, den Klassen-Konkurrenten zu überholen und so beendeten wir das Rennen nach 4 Stunden auf P2!! War das cool!

Dies war nun doch noch ein schöner „Saisonabschluss“ für mich… Für dieses Jahr sind nun meine Rennen vorbei. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei allen bedanken, die mich auf irgend eine Weise unterstützt haben! DANKE 

Wie es im Jahr 2019 weitergeht ist noch nicht ganz klar… sobald alles fix ist, werde ich wieder informieren. Eines kann ich vorab schon erwähnen: Es gibt sehr gute Neuigkeiten bzw. Veränderungen… 😉

Rennen 13+14 ADAC TCR Germany – Hockenheimring / D

Und schon wieder war es soweit – Hockenheim erwartete uns zum Saison-Finale!

Bei sommerlichen Temperaturen, um 29 Grad, fanden am Donnerstag drei Free Practice Einheiten statt. Die Rundenzeiten, die während diesen Trainings gefahren wurden, waren wieder extrem eng zusammen.

Am Freitag fanden am Vormittag / Nachmittag die zwei offiziellen Trainings und am Abend das Qualy statt. Das Wetter war trocken, aber sehr windig. Nachdem ich im zweiten Training auf P10 gefahren war – was für die eher älteren Reifen tip top war – war ich sehr motiviert aufs Qualifying. Leider war uns Petrus nicht gut gesinnt und liess es am Abend während des Qualifyings stark regnen. Wir haben leider noch etwas zu wenig Erfahrung in Bezug auf meinen Fahrstyle und das passende Setup meines Fahrzeuges im Regen, sodass leider nur Startplatz 21 drinlag…

Am Samstag war es dann wieder trocken und ich hatte schon einen Plan, wie ich mich während des Rennens von meinem Startplatz im hinteren Teil des Feldes nach vorne arbeiten würde – doch bereits nach dem Start bemerkte ich, dass mein Rennfahrzeug nicht ganz so funktionierte, wie ich es gerne hätte – und tatsächlich musste ich nach wenigen Runden ausrollen und das Rennen mit Motorschaden aufgeben… Ihr könnt euch nicht vorstellen, welche Gedanken mir da durch den Kopf schossen! Warum immer ich? Wieso schon wieder? Jetzt auch noch MOTORSCHADEN?! HALLO??!

Da mein Motor nicht direkt vor Ort repariert bzw. revidiert werden konnte, wäre ein weiterer (neuer) Motor nötig gewesen (welchen wir aber nicht haben). Es ist zwar von OPEL ein Ersatzmotor vorhanden gewesen, wir hätten diesen aber kaufen müssen…. Und aufgrund eines Motorwechsels hätte ich zudem laut Reglement am Sonntag von zu hinterst ins Rennen starten müssen. Aus diesen Gründen mussten wir die Übung schweren Herzens abbrechen, dies hätte sich nun wirklich nicht mehr gelohnt und wäre schlicht und einfach zu teuer gewesen…

Trotz den vielen Pech-Momenten während meiner Saison 2018 konnten wir trotzdem viele wertvolle Erfahrungen sammeln und Erfolge geniessen. Wir brachten zwar nicht alle Erfolge in’s Ziel, doch der gegangene Weg nach meinem Unfall vor einem Jahr und die stete Entwicklung während der Saison waren top!

Vielen Dank an mein diesjähriges Team Steibel Motorsport für eure Unterstützung sowie an meine Schweizer Mechaniker Manu, Reto und Pascal! Und natürlich auch ein riesen Dankeschön an ALLE, die mich finanziell, seelisch, geistig oder einfach nur mit einem Daumendrücken unterstützt haben! VIELEN DANK EUCH ALLEN! 

Wie es im Jahr 2019 weitergeht, ist noch offen – zuerst muss nun das „Motörchen“ wieder schnurren!

Rennen 11+12 ADAC TCR Germany – Sachsenring / D

Dieses mal führte uns der ADAC TCR-Germany Tross nach Deutschland, in die Region Sachsen, an den gleichnamigen Sachsenring.

Regen und Sonnenschein machten den Auftakt mit den freien Test-Sessions sehr abwechslungsreich. Die freien Trainings wurden dann auch am Morgen bei nassen, um die Mittagszeit bei halbtrockenen und am Nachmittag bei ganz trockenen Verhältnissen absolviert. Da ich erst das zweite Mal am Sachsenring an einem Rennen teilnahm, musste zuerst das richtige Setup für’s Auto gefunden werden. Meine Mechaniker und ich wurden durch den steten Wetterwechsel richtig auf die Probe gestellt! So kam es dann leider auch, dass wir bis zum Freitag-Abend noch keine 100%-ig passende Einstellung fanden.

Ein kleines Handycap, da am Samstag Morgen um 09.00 Uhr bereits das Qualifying zu fahren war. Doch die Änderungen, welche am späten Freitag Abend noch „ausgetüftelt“ und am Astra eingestellt wurden, machten das Auto endlich perfekt. Ich konnte meine Rundenzeiten enorm steigern und hatte echt Freude an meinen gefahrenen Rundenzeiten! Da das Feld wieder extrem nahe beisammen lag, reichte es aber trotzdem nur für Startplatz 18.

Bereits am Samstag Mittag starteten wir in’s erste Rennen. Nach einem suuuper Start und einer perfekten ersten Runde befand ich mich auf P12. Ich konnte mich auch das ganze Rennen auf dieser Position halten. Doch 5 Min vor Rennende touchierte mich ein Konkurrent so extrem (er benutzte mich wortwörtlich als Bremsklotz), sodass meine Spurstange extrem gestaucht und „krumm“ war und mir ein Einlenken fast unmöglich machte. Durch diesen Rempler fiel ich zurück, ganz an’s Ende des Feldes und konnte die Ziellinie auf dem undankbaren 21. Rang überqueren. Der Schadenverursacher konnte sein Rennen fortsetzen und wurde sage und schreibe nicht einmal dafür bestraft… Ihr könnt‘ mir glauben – ich war stinkesauer!!!

Dank meinen super motivierten Mechanikern konnte der Schaden am Abend behoben und der Opel Astra wieder für das Rennen vom Sonntag bereitgestellt werden. Der anschliessende Drink und der gemütliche Party-Abend beruhigten dann meine Nerven und entschädigten die Mechaniker-Truppe für Ihre tolle Arbeit.

Am Sonntag Nachmittag startete ich erneut von Startplatz 18 und kam leider nicht ganz so top weg wie am Samstag. Durch einen Unfall direkt vor mir musste ich zudem auch noch ins Kiesbett ausweichen und verlor dadurch viele Ränge. Während des Rennens konnte ich dann noch etliche Konkurrenten überholen und beendete mein Rennen auf P17. Das Auto war auch diesmal wieder perfekt! Vielen Dank, Jungs vom Team Steibel Motorsport, besonders aber ein herzliches Dankeschön an meine schweizer Mechaniker-Crew für die tolle Arbeit !!

Ich kann euch leider auch nicht erklären, warum mich bei jedem Rennen noch das Pech streifen muss… Meine Leistungen sowie das Auto waren TOP! Fehlte einfach das nötige Glück für ein perfektes Ergebnis…

In zwei Wochen findet bereits das Saisonfinale in Hockenheim statt. Ich werde nochmals alles geben und mich optimal vorbereiten und hoffe, das gesamte, während der laufenden Saison “vermisste“ Glück da einkassieren zu dürfen..

Rennen 9+10 ADAC TCR Germany – Zandvoort/NL

Ab nach Holland! Vergangene Woche starteten wir bereits am Mittwoch zu unserer etwas längeren Reise nach Zandvoort, zur Rennstrecke in den Dünen an der niederländischen Nordseeküste…

Am Freitag fanden drei Trainings statt. Da ich das letzte Jahr das erste Mal und somit vergangenes Wochenende das zweite Mal in Zandvoort war, musste zuerst das perfekte Setup am Auto gefunden werden. Im dritten Training passte die’s dann und ich konnte sogar mit gebrauchten Reifen super Rundenzeiten fahren.

Am Samstag Morgen um 09:40 Uhr stellten dann die Ampeln auf grün für’s Qualy. Ich hatte eine perfekte Runde und lag lange auf P11. Da alles aber extrem eng war, machte ich nochmals einen Boxen-Stop, um erneut auf neue Reifen zu wechseln, um wenn möglich nochmals eine Raketen-Zeit zu fahren. Leider dauerte der Boxenstopp aufgrund eines Missgeschickes mit der Radmutter viel länger als erwartet, sodass ich nicht mehr genügend Zeit für eine schnelle Runde hatte. Resultierende Endzeit: P15! Das Feld lag brutal eng beisammen…

Um 16:50 Uhr dann der Start in Rennen 1. Mein Start klappte super und ich konnte mich innerhalb der ersten Runde auf P13 verbessern. Aufgrund eines Startunfalles unmittelbar neben mir wurde das Safety-Car rausgeschickt. Als das Rennen wieder freigegeben wurde, hatte ich auf einmal eine Fehlermeldung der Wassertemperatur; worauf des Motoren-System selbständig in ein Notlauf-Programm fiel und ich praktisch keine Leistung mehr hatte. Ich musste in die Box…! Das Problem konnte via Laptop (vielen Dank an Markus) behoben werden, sodass ich weiterfahren konnte.

2min vor Schluss (auf P16 liegend), in einer schnellen rechts Kurve setzte meine Servolenkung kurz aus – d.h. mir wurde das Lenkrad aus der Hand geschlagen und ich konnte für kurze Zeit nicht mehr lenken… als Passagier ging’s einige Meter durch’s Kies und ein Leitplanken-Kuss durfte natürlich nicht fehlen – NA DANKE!!!

Mein Team machte anschliessend bis tief in die Nacht hinein einen super Job und ersetzte die gesamte Lenkung inkl. einige vom Aufprall beschädigte Frontteile. Zudem wurde ein neuer Kabelbaum montiert, mit einem neuen Wassertemp.-Sensor.

Da das Rennen erst um 17:20 Uhr fertig war, gabe es nach Ablauf der Park fermé Pause eine lange (Reparatur-)Nacht… um 01:30 Uhr lagen dann endlich alle im Bett.

Bereits am Sonntag Morgen um 09:50 Uhr sollte Rennen 2 starten. Wir testeten nochmals das gesamte Auto auf Belastbarkeit und es sah eigentlich alles gut aus. Doch auf einmal sprang der Wagen nicht mehr an -> Finde den Fehler… dieser wurde dann gefunden und so musste 15mMin vor Rennstart nochmals ein neuer Kabelbaum verlegt werden!! Gerade rechtzeitig schafften wir es noch in die Startaufstellung… „Hainomol“ was ist denn los?!

Der Start verlief dieses Mal nicht so toll, ich war auf der ungünstigen Seite und konnte wenig Schwung mitnehmen in die ersten zwei Kurven – so fiel ich auf P17 zurück. Bereits in der ersten Runde merkte ich, dass das Setup vom Auto nicht optimal war. Ich hatte erhebliches Untersteuern… Aufgrund der Aktion vom Morgen war schlicht und einfach keine Zeit mehr gewesen, das Setup nochmals zu kontrollieren. Auf jeden Fall versuchte ich mitzuhalten, hatte aber sehr mit dem Auto zu kämpfen…. Drei Runden vor Schluss hatte ich zudem einen komischen Geruch in der Nase. Am Anfang dachte ich, der „Gestank“ sei von einem vor mir fahrenden Golf – doch als ich dann auch noch Rauch in meinem Auto hatte, war es definitiv klar, dass es bei mir war!! Ich konnte das Rennen auf P17 beenden. Im Parc fermé machte ich dann die Haube auf und bemerkte im ganzen Motorraum Öl…

Was für ein Wochenende! Mit meiner Leistung darf ich zufrieden sein. Ich war erst das zweite Mal auf dieser Strecke und konnte mich im Gegensatz zum letzten Jahr extrem steigern! Wären die vielen technischen Ausfälle nicht gewesen, hätte es bestimmt für mehr Punkte gereicht…

Aber das ist eben auch Motorsport.

In 3 Wochen findet auf dem Sachsenring / D der zweitletzte Lauf statt – voll motiviert werden wir unser Fahrzeug bis dahin wieder flott machen!

Rennen 7+8 ADAC TCR Germany – Nürburgring / D

Nach der 6-wöchigen Sommerpause ging es vergangenes Wochenende endlich wieder los: Die TCR Germany machte Halt am legendären NUERBURGRING!

Wir reisten am Donnerstag an und konnten am frühen Abend ein zusätzliches freies Training absolvieren. Doch – oh Schreck – bereits in der ersten Runde „explodierte“ meine vordere linke Bremsscheibe! Zum Glück konnte ich in die angrenzende Wiese ausweichen und anschliessend direkt in die Box rollen… Meine Mechaniker konnten den Defekt zwar teilweise mit einer neuen Scheibe reparieren, doch für den Ersatz des Bremssattels, der auch angerissen war, fehlte schlichtweg die Zeit. Und da es wichtig war, möglichst viele Kilometer abzuspulen, fuhr ich trotzdem nochmals auf die Strecke, allerdings bei jeder Kurve mit einem etwas mulmigen Gefühl… Es ging aber einigermassen gut und die Reparatur wurde nach diesem Training dann ausgeführt: es wurden alle Bremsteile inkl. die Felge (welche auch total demoliert war) ersetzt. Unglaublich, was da für Kräfte wirken!

Am Freitag fanden die beiden offiz. freien Trainings und am späteren Nachmittag das Zeitfahren statt. Das 1. Training verlief gut – meine Zeit lag ca. in der Mitte des Feldes.

Im 2. Training riss bereits beim Rausbeschleunigen aus der Boxengasse die vord. Linke Antriebswelle – na toll – sie hatte scheinbar beim gestrigen Trainings-Vorfall auch noch etwas abbekommen….  Mein Bruder und seine beiden Mechaniker-Kollegen aus der Schweiz, welche mich dieses Wochenende begleiteten, wechselten das Teil in sensationellen 7 Minuten aus, sodass ich nochmals 10 Minuten trainieren konnte – VIELEN DANK EUCH!

Im Qualifying hatte ich ein Ziel: das Q2! Und ich schaffte es 🙂 Ich fuhr dann im Q2 auf P11 und war sehr zufrieden – fehlte doch nur 1/10-Sekunde auf P10!

Das Rennen am Samstag Mittag startete ich von P10, da ein Fahrer am Ende des Feldes starten musste. Mein Start verlief nicht nach Plan und ich fiel in der ersten Runde auf P16 zurück. Mit dem Messer zwischen den Zähnen startete ich dann aber eine starke Aufholjagd und beendete das Rennen auf P11!

Das Rennen am Sonntag Nachmittag startete ich von P11. Der Start war super und ich konnte die Position halten. Während der ersten Runde musste ich einmal brutal auf die Bremse, und konnte eine Kollision zwar etwas dämpfen, aber nicht ganz verhindern. Ich rutschte mit blockierten Rädern leicht in ein vorderes Fahrzeug – was meine Front leicht deformierte und die Lenkung etwas beeinträchtigte.  Während den nächsten Runden war ein übles Gedränge, und infolge meinem Front-Defekt blieb ich in diesem Getümmel „hängen“ und konnte mich nicht absetzen – im Gegenteil – ich verlor zusehends einige Plätze. Obwohl die Rundenzeiten schneller waren als einige Konkurrenten vor mir, schaffte ich es nicht, mich nach vorne zu arbeiten. Aufgrund eines heftigen Unfalls, 10 Minuten vor Rennende, wurde das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen und nicht wieder gestartet. Ernüchterndes Ergebnis: P17.

Klar, nach dem Rennen vom Samstag erhoffte ich mir erneut eine gute Rangierung – besonders wenn man bedenkt, dass ich von P 11 gestartet bin – und war natürlich ein wenig enttäuscht. Aber es gab immerhin doch einige wichtige Punkte, die ich dringend brauche, um meinen Rückstand in der Meisterschaft aufzuholen – so bin ich  langsam aber sicher doch auf dem Weg zurück!

Vielen Dank an mein Team von Steibel Motorsport und meinen Vater für die tolle Unterstützung und ein ganz spezielles Dankeschön an meine CH-Mechaniker Päsci, Reto und Manu für den SUPER EINSATZ!

In zwei Wochen geht‘s bereits wieder weiter mit den Läufen 9 und 10, direkt am Strand von Zandvoort/NL 😉

Rennen 5+6 ADAC TCR Germany – Red Bull Ring/ AUT

Nach einer etwas längeren Pause fand vergangenes Wochenende das dritte Renn-Weekend der ADAC TCR Germany in Österreich, am Red Bull Ring statt. Für mich eine der schönsten Strecken!

In den freien Trainings probierten wir einige Einstellungen aus und fuhren die Bremsen ein. Bei einer solch hohen Hitze (bei knapp 30 Grad) muss alles funktionieren! Doch bei solchen Temperaturen sind die Gewitter nicht fern – jeden Tag gegen Nachmittag kamen die Regenwolken und leerten teils wie aus Kübeln über uns aus. War aber ein super Training – auch im Regen!

Im Zeitfahren (das Wetter blieb gerade noch trocken) am Freitagabend, wäre unsere Taktik eigentlich aufgegangen, doch leider war die Fahrerin „nicht top“… 😛 Ich brachte meine drei schnellsten Sektoren nie in einer Runde zusammen, weshalb es bei so einem engen Feld nur für Startplatz 22 reichte. Gesamt waren wir dieses Mal 30 Fahrer inkl. 4 Opel-Gaststarter! Dies war cool J

Am Samstag Mittag startete ich mit einem hammer Start in’s Rennen! Ich konnte etwa 6 – 8 Fahrer überholen und befand mich nach der ersten Kurve um P15 rum! Doch die Freude war von kurzer Dauer – in Kurve 2 – ich setzte gerade zum Überholen an – „schäpperte“ es… Ich fuhr dann als letzte weiter und konnte mich anschliessend noch auf P20 vorarbeiten. Doch leider meinte die Rennleitung, dass ich für dieses „Schäppern“ verantwortlich gewesen sei (darüber liesse sich diskutieren) und so kassierte ich eine 30 Sekunden Strafe -> Zero Points….

Voller Energie und Power stand ich am Sonntag um 14:45 Uhr dann wieder auf Platz 22 in der Startaufstellung zum 2. Rennen. Jetzt erst recht!

Nach einem erneut guten Start ging’s um die ersten Kurven. Ich befand mich in der 2. Runde bereits auf P19 und war gerade in einem Fight, da flog ein Fahrzeug von hinten „vollgas“ in uns hinein (Brems-Probleme?), wodurch ich voll in ein anderes Fahrzeug gedrückt wurde. Glücklicherweise war es nicht allzu schlimm – sprich ich konnte weiterfahren – und ich verlor „nur“ 2 – 3 Ränge. Ich startete eine Aufholjagd und beendete das Rennen schlussendlich auf P17 und somit in den Punkten!

Im Parc fermé begutachtete ich mein Auto von aussen und erschrak – war doch meine ganze linke Seite eingedrückt und aufgeschlitzt! Durch den Aufprall des Konkurrenten schlitzte er mir die ganze linke Fahrzeugseite auf… sah aus als wäre jemand mit dem Dosenöffner an meinem Astra hängen geblieben! 😛 Doch die Türen kann man ersetzen… Interessant war auch meine hintere Felge, welche sehr lädiert war – fehlte doch ein grosses Stück! Ein Wunder, dass ich so noch weiterfahren konnte …

Nun ist Sommerpause. Das nächste Rennen findet am Wochenende vom 03. – 05. August 2018 am Nürburgring / DE statt. ICH FREUE MICH! 😉

Gaststart im tschechischen Eset-v4 Cup – Red Bull Ring / AUT

Mein Team und ich wurden angefragt, ob wir mit einem Gaststart am tschechischen Eset-v4 Cup teilnehmen möchten. Da wir dies als optimales Training für die bevorstehenden ADAC TCR Germany Rennen am Red Bull Ring von Mitte Juni sahen, sagten wir spontan zu.

Der tschechische Eset-v4 Cup besteht aus einem Feld von diversen Rennfahrzeugen, welche alle über 2000 ccm Leistung haben. Es starteten an diesem Wochenende ca. 30 Fahrzeuge, darunter 7 TCR-Autos. Wie bei den VLN-Langstreckenrennen, startet das gesamte Feld zusammen, die einzelnen Kategorien werden jedoch separat gewertet.

Am Donnerstag konnten wir bei relativ bedecktem und kühlem, aber mehrheitlich trockenem Wetter unsere freien Trainings absolvieren. Am Freitag-Morgen fand dann das 1. Zeitfahren (für die Startaufstellung in Rennen 1 vom Freitag-Nachmittag) statt. Mit wenig Rückstand auf die beiden Vordermänner belegte ich Rang 3 in der TCR-Wertung.

Nach dem Mittag fand dann das 2. Zeitfahren (für die Startaufstellung in Rennen 2 vom Samstag) statt, bei welchem ich leider keine gute Runde herausfahren konnte, da die Session durch eine Rot-Phase unterbrochen wurde. Resultat: Rang 4.

Um 15:30 Uhr fand das erste Rennen statt. Gleich am Start überholte ich einen Konkurrenten und konnte den herausgefahrenen 2. Rang bis ins Ziel halten….! Wuhuuu – Podestplatz & Auto ganz!!

Am Samstag Mittag fand das zweite Rennen statt. Aufgrund des schlechten Qualy’s musste ich hinter einem GT3 Fahrzeug (BMW M6) starten. Normalerweise müsste dieses Fahrzeug viiiiel schneller sein… In den ersten zwei Runden wurde ich extrem von diesem BMW aufgehalten, da es enorm schwierig war, ein Fahrzeug mit viel mehr Leistung zu überholen – war ich doch in den Kurven „schneller“, auf den geraden Streckenabschnitten musste ich ihn (mit seinen viielen PS) wieder ziehen lassen – und als ich es dann endlich geschafft hatte, ihn hinter mir zu lassen, waren die ersten drei TCR -Fahrzeuge schon viel zu weit weg, sodass ich nur noch meinen 4. Rang verteidigen und diesen in‘s Ziel fahren konnte.

Im Nachhinein erhielten wir die Info, dass bei dieser Meisterschaft nicht alle TCR die gleichen Reifenmarken fahren müssen/gefahren sind. Somit war einiges klar… 😉 Ich war aber mit dem Wochenende sehr zufrieden, hatte ich doch so nicht nur ein normales Training, sondern ein richtig gutes Renn-Training absolvieren können!

Nun freue ich mich auf den 08. – 10. Juni 2018 wenn es wieder heisst: Rocken wir den Bullen! 🙂

Rennen 3+4 ADAC TCR Germany 2018 – Most/CZ

Neuland: im Februar dieses Jahres, bei knappen 3 Grad Temperatur, war ich zum ersten Mal mit meinem Opel Astra TCR auf der tschechischen Rennstrecke in Most. Ein Rennen bin ich hier zuvor noch nie gefahren; somit eine Prémière…

Am Donnerstag fand ein freier Testtag statt. Ich konnte die Strecke nochmals kennenlernen und fand schnell gefallen an ihr. Ich fuhr den ganzen Tag mit älteren Reifen, weshalbe wir auch nicht mit einer Top Rundenzeit rechneten. Wie angenommen, waren dann meine Rundenzeiten auch „nicht besonders abgehoben“. Zudem musste beim Fahrwerk auch noch einiges abgestimmt werden…

Am Freitag Morgen, beim ersten offiziellen freien Training, ging’s dann prompt vorwärts und ich belegte Rang 8 – also tip top – ich war zufrieden. Am Abend im Zeitfahren ging’s dann leider nicht mehr so flott – ich hatte vor mir regen Verkehr und keine freie Runde, um „abzudrücken“, fand dadurch keinen idealen Rythmus und konnte entsprechend auch meine Rundenzeiten vom Morgen nicht mehr in den Asphalt brennen – es reichte lediglich für Startplatz 24.

Aufgrund eines technischen Defektes musste nach dem Rennen in Oschersleben eine Plombe am Motor entfernt/der Motor geöffnet werden. Aus diesem Grunde musste ich, wie im Reglement beschrieben, aus der hintersten Startreihe ins Rennen gehen… Während dem Rennen gab es nebst einigen Ausflügen ins Kiesbett nichts schlimmeres, aber mehr als P21 lag leider nicht drin…

Am Sonntag Mittag durfte ich von P24 in’s Rennen starten. Gegen Mitte des Rennens befand ich mich auf P17 oder P18. Aufgrund einer Savety-Car Phase konnte das ganze Feld wieder aufschliessen und alles war wieder offen. Ich kämpfte lange mit einem Audi vor mir, den ich einfach nicht überholen konnte. Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und zog mein Manöver durch – er machte mir leider die Lücke zu und wir schoben uns gegenseitig in’s Kies… es konnten beide Fahrzeuge weiterfahren und es entstand auch kein Blechschaden, doch ich kassierte dafür eine Boxendurchfahrts-Strafe (einmal durch die Boxenstrasse fahren) und das Rennen war für mich somit gelaufen…

Klar wäre es mein Ziel gewesen, in die Punkte zu fahren, doch mental war es für mich zudem wichtig, dass ich wieder einmal in’s Ziel komme! Die Unfälle von September 2017 und Anfangs April 2018 sitzen mir wortwörtlich noch im Nacken und ich habe vor allem während dem 2. Rennlauf gestern gemerkt, dass ich diese Ereignisse noch nicht ganz verdaut habe – daher auch die eher zurückhaltende Fahrweise im Feld… Nun habe ich aber 6 Wochen Zeit, um mich mental und körperlich auf das nächste Rennen vom 08. – 10. Juni 2018 am Redbull Ring / AT vorzubereiten!

Rennen 1+2 ADAC TCR Germany 2018 – Oschersleben/D

Mit dem neuen Opel Astra im Gepäck und voller Tatendrang ging es am Donnerstag Mittag los Richtung Oschersleben.

Am Freitag standen zwei freie Trainings und das Qualifying an. Die freien Trainings fanden im Trockenen statt – nicht so das Qualy: ca. eine Stunde davor leerte Petrus in Kübeln Wasser vom Himmel, sodass in‘s Qualy mit montierten Regenreifen gestartet werden musste. Weiterlesen