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Rennen 1 ADAC TCR Germany 2018 – Oschersleben/D

Mit dem neuen Opel Astra im Gepäck und voller Tatendrang ging es am Donnerstag Mittag los Richtung Oschersleben.

Am Freitag standen zwei freie Trainings und das Qualifying an. Die freien Trainings fanden im Trockenen statt – nicht so das Qualy: ca. eine Stunde davor leerte Petrus in Kübeln Wasser vom Himmel, sodass in‘s Qualy mit montierten Regenreifen gestartet werden musste. Weiterlesen

Offizielle Testtage TCR Germany 2018

Anfangs dieser Woche fanden am Montag und Dienstag die offiziellen Testtage der ADAC TCR Germany in Oschersleben / D statt.
Von insgesamt 23 teilnehmenden Fahrzeugen bewegten sich meine Rundenzeiten jeweils zwischen P8 und P13 – für mich und Oschersleben völlig i.O. Wenn man doch beachtet, dass noch nicht alle Fahrzeuge mit der aktuellen BOP (Balance of Performance) unterwegs waren… mein Fahrzeug inkl. Zusatzgewicht war Stand Saison 2017. Wir konnten einige Konfigurationen/Einstellungen mit dem Astra ausprobieren und wichtige Erfahrungen sammeln.
Während der Saison sind aktuell 26 Fahrzeuge definitiv eingeschrieben – 4 sind noch in Verhandlung. Zusätzlich werden bei jedem Rennen 2-3 Gaststarter teilnehmen. Das Starterfeld wird also um die 30 Fahrzeuge umfassen – ich freue mich jetzt schon! 🙂
Zudem stossen neue Automarken dazu: Renault und Peugeot. Eventuell wird auch Hyundai ein Fahrzeug in der TCR Germany einsetzen…
Das erste Rennen findet in 2 Wochen in Oschersleben statt… Bitte Daumen drücken!! 🙂

Renndaten 2018

Liebe Motorsport-Freunde

Der Kalender für die dritte Saison der ADAC TCR Germany steht fest. Erneut stehen sieben Veranstaltungen mit insgesamt 14 Rennen im Kalender, alle Läufe werden im Rahmen des ADAC GT Masters ausgetragen. Dabei gibt es eine Premiere: Vom 27. bis 29. April tritt die Tourenwagenserie erstmals in Most in der Tschechischen Republik an. Die weiteren Rennen werden in Deutschland, den Niederlanden und Österreich ausgetragen. Saisonstart ist vom 13. bis 15. April in der Motorsport Arena Oschersleben, wo bereits vom 26. bis 28. März der offizielle Vorsaisontest stattfinden wird. Auch 2018 überträgt der frei empfangbare TV-Sender SPORT1 die Rennen der ADAC TCR Germany im Fernsehen.

Renndaten ADAC TCR Germany 2018

Rennen 7 ADAC TCR Germany 2017 – Hockenheimring / D

Eigentlich sollte es ein hammer Wochenende werden; super Strecke, viele Gäste, Abschlussfest und jede Menge Potential für die Top 10. Doch jemand machte mir einen enormen Strich durch die Rechnung…

Wie Sie inzwischen vielleicht mitgekriegt haben, hatte ich im 1. Rennen vom Samstag Mittag nämlich einen schlimmen Unfall. Ich wurde unfair und völlig unnötig vom Gaststarter Jaap Van Lagen hinten links getroffen bzw. abgeschossen.

Jaap befand sich in der Wiese (abseits der Strecke) und wollte auf die Strecke zurück. Zu dieser Zeit befand ich mich auf meiner Ideal-Linie, überholte ihn und befand mich mit meinem Opel Astra bereits 3/4 Fahrzeuglängen vor ihm. Er hätte also nur kurz vom Gas gehen müssen und sich hinter mir einreihen können (wie es sich auch gehört, wenn man von der Wiese wieder auf die Strecke fährt). Aber nein, er wählte den falschen Weg… Er touchierte mich zweimal – und beim zweiten Mal war der Schlag so heftig, dass mir ein Teil an der Hinterachse brach und ich daraufhin das Fahrzeug nicht mehr kontrollieren konnte und so mit ca. 100km/h seitlich in die erste Leitplanke knallte. Durch den Aufprall wurde ich zurück-katapultiert und donnerte anschliessend frontal in eine zweite Leitplanke. Die Astra-Teile waren auf der ganzen Strecke zerstreut… Das Rennen wurde daraufhin mit der roten Flagge abgebrochen.

Ich wurde vom Care Team aus dem Fahrzeug geborgen und vorerst mit dem Krankenwagen in’s Medical Center vom Hockenheimring gebracht. Zur Kontrolle flog mich wenige Minuten später ein Rettungs-Helikopter in die Unfallklinik Ludwigshafen, wo ich geröntgt wurde. Zum Glück wurden keine Brüche festgestellt. Allerdings können sich bei solch starken Einschlägen auch erst im Nachhinein noch innere Blutungen oder eine Hirnblutung einschleichen. Aus diesem Grund musste ich für 24 Stunden im Spital zur Ueberwachung bleiben…

Während meines Spital-Aufenthaltes bekam ich überaus viele „Gute Besserungs“-Wünsche. Einige rührten mich sogar zu Tränen… nochmals vielen lieben Dank an alle!!

Am Sonntag Mittag wurde ich entlassen. Ich durfte zurück auf den Rennplatz – natürlich als Zuschauer. So konnte ich den einen oder anderen nochmals sehen. Ich ging auch zu Jaap Van Lagen und wollte von ihm wissen, warum er das getan hatte. Er entschuldigte sich zwar einmal zögerlich, beharrte aber darauf, ihn treffe keine Schuld (Obwohl er nach dem Unfall 30 Sekunden Strafe von der Rennleitung bekommen hatte). Er brachte irre Ausreden, wie z.B. er habe keinen Platz gehabt, etc. Ich sagte ihm daraufhin, dass er nur kurz vom Gas hätte gehen und sich anschliessend hinter mir hätte einreihen müssen. Als Antwort bekam ich den Bescheid, dass er nicht gebremst habe, um keine weiteren Ränge zu verlieren….. Das war dann doch etwas zu viel für mich – meine Nerven lagen blank, sodass ich „explodierte“ und ihm in English laut und deutlich klar machte , was ich von ihm halte („er sei ein 41-jähriger Profi-Rennfahrer und somit alt genug , um sein Hirn einzuschalten. Der Abschuss sei für mich nicht Rennfahrer-like und das, was er hier gerade abziehe, werde von mir nicht akzeptiert. Er solle sich bitte ein anderes Hobby suchen und mir nie mehr unter die Augen treten!) Daraufhin verliess ich sein Zelt..

Zurück in der Schweiz hatte ich nun einige ärztliche Untersuchungen und war auch schon in der Röhre (MRI). In den folgenden Tagen wird feststehen, welche Verletzungen vorliegen. Aktuell wissen wir folgendes: meine Hals-Wirbelsäule drückt gegen den Hals, die Bandscheiben sind auch miteinbezogen. Ob ich sonst noch Zerrungen in den Bändern habe, wird geklärt…

Ich werde alles daran setzen, um im 2018 wieder in die Saison starten zu können. Natürlich muss auch mein Renn-Astra neu aufgebaut werden… Doch jetzt ist es zuerst einmal wichtig, dass ich wieder völlig gesund werde.

 

Rennen 6 ADAC TCR Germany 2017 – Sachsenring / D

Die Voraussetzungen für dieses Rennwochenende waren nicht gerade rosig – beim Bergrennen Gurnigel, ein Wochenende zuvor, machte mein Astra Probleme und hatte immer Aussetzer. Auch trotz dem Auswechseln von einigen Teilen vor Ort wurde es nicht besser – eher schlimmer.

Aus diesem Grund nahmen mein Bruder und mein Vater am Dienstag Abend den langen Weg zum Werk von Kissling Motosport unter die Räder, um das Problem dort gemeinsam aufzusuchen und zu beheben. Nach knappen zwei Tagen war das Problem gefunden – ein Teil im Motor drin (Nockenwelle…) spukte und musste ersetzt werden… Für diese Reparatur war das Oeffnen der Plombe am Motor nötig, was laut Reglement eine Rückversetzung auf den letzten Startplatz bedeutete. So musste ich das Samstags-Rennen vom Ende des ganzen Feldes aus starten…

An dieser Stelle ein riesen grosses Dankeschön an das gesamte Kissling Motorsport Team und natürlich auch an meinen Bruder Pascal und an Paps für Eure Arbeit!!

In den beiden freien Trainings am Freitag waren die Rundenzeiten nicht goldig, aber für das erste Mal auf dieser Strecke und mit alten Reifen war es trotzdem nicht so schlecht. Zudem hatte sich auch noch ein Plattfuss eingeschlichen, was natürlich wieder wertvolle Trainingszeit kostete.

Am Freitag Abend fand das Qualifying statt. Meine Rundenzeiten konnte ich zwar enorm verbessern, es reichte aber aufgrund der enormen Leistungs-Dichte des Feldes trotzdem nur für die 14te Startreihe.

So startete ich also wie schon erwähnt am Samstag Mittag von ganz hinten in’s Rennen. Während dem Rennen war mein Fahrzeug super eingestellt (danke meinem Team Lubner Motorsport!) und ich konnte mich bis auf Rang 25 vorkämpfen. Hätte das Rennen noch zwei Runden länger gedauert, wäre bestimmt noch mehr drin gelegen… Ich muss aber dazu klar erwähnen, dass der Sachsenring aufgrund der vielen Kurven und der Auf- und Ab-Passagen keine ideale Opel-Strecke ist.

Am Sonntag startete ich aus der 14ten Startreihe – auch eher weit hinten. Ich befand mich nach den ersten zwei Runden auf Rang 25 und war voll im Getümmel. Ab der dritten Renn-Runde bemerkte ich plötzlich extremes Untersteuern, was bedeutete, dass jedes Mal wenn ich ausgangs der Kurven Gas geben wollte, das Fahrzeug geradeaus schob. Ich konnte darum nicht wirklich mit der Konkurrenz mithalten und wurde auf P27 „verschoben“. Gegen Ende des Rennens fuhr ich zwar in etwa die gleichen Rundenzeiten wie die Fahrer im Mittelfeld, dies nütze mir dann aber nicht mehr wirklich viel.

Die Strecke hatte sich von Samstag auf Sonntag wohl extremer verändert als angenommen, sodass unsere Einstellung am Fahrzeug nicht mehr optimal funktionierten. Schade – eine weitere 0-Runde!

Als positiver Punkt ist zu erwähnten, dass es nur einen Kratzer an der Heckstossstange gab – und das war’s! Auch mal schön, wenn nicht alles neu ersetzt werden muss… 😛 Vor allem in Anbetracht dessen, dass es bereits am kommenden Mittwoch zum Saisonfinale in Hockenheim geht! Wir werden uns am Mittwoch-Abend auf den Weg machen, da wir am Donnerstag noch die Gelegenheit haben, frei zu testen/trainieren.

Ich gehe voller Zuversicht in dieses Final-Wochenende. Hockenheim ist eine meiner Lieblingsstrecken, ist eine Opel-Strecke und ich möchte uuuuunbedingt nochmals in die Punkte fahren!

Bitte Daumen drücken und mitfiebern, viielen Dank! 🙂

Rennen 5 ADAC TCR Germany 2017 – Nürburgring / D

Seit Anfang der Saison freute ich mich auf das Rennen am Nürburgring – auf meiner Lieblingsstrecke in der Eifel! Nach dem Unfall in Zandvoort war mein Rücken zwar noch nicht 100%ig fit, trotzdem hatte ich vor, den Ring zu rocken!

Bei den zwei offiziellen freien Trainings am Freitag konnte ich mit guten aber auch gebrauchten Reifen gute Rundenzeiten fahren und war ready für das Qualy am Nachmittag.

Aufgrund der grossen Starterzahl (39 Autos) wurde das Feld im Qualy wiederum in zwei Gruppen aufgeteilt. Ich war in der Gruppe B. Bereits in der Dritten Runde „fitzte“ ich eine Rundenzeit hin, dass mir im Helm fast der Kiefer hängen blieb 😛 und belegte mit dieser Zeit lange P5 in meiner Gruppe. Kurz vor Schluss montierten einige Konkurrenten dann nochmals neue Reifen („wer‘s hät, dä hät‘s!“) und so wurde ich auf P7 verschoben und verpasste wegen lediglich einer Hunderdstel-Sekunde (!!) das Q2 um die Top 12. Wäre ich in Gruppe A gewesen, wäre meine Rundenzeit auf P2 gewesen. Naja – war trotzdem ein super Qualy – Startplatz 13 für beide Rennen!

Am Samstag, Punkt 12:00 Uhr war es soweit – die roten Ampeln erloschen und die Reifen qualmten. Da noch nicht viel Gummi in den Startboxen auf der Zielgeraden lag, war meine Drehzahl bei der Launch evtl. ein Bisschen zu hoch eingestellt…. Auf jeden Fall war ich schon längstens von der Kupplung runter, doch mein „Fröntler“ brachte die Kraft nicht auf den Boden und kam daher kurz nicht vom Fleck. Dadurch verlor ich ca. fünf Ränge – sh…. happens!

Während dem Rennen konnte ich das Tempo gut mithalten und hatte harte Zweikämpfe. Einmal wurde die Kurve nach der Start/Ziel-Geraden sogar im Drift gefahren… 😉

Auf einem guten 16. Platz überquerte ich die Ziellinie und war super froh, dass ich nun, nach den letzten beiden Renn-Wochenenden, endlich schwarz-weisse Flagge wieder sehen durfte!

Am Sonntag, bei strahlendem Sonnenschein und wieder um Punkt 12:00 Uhr startete das Rennen 2. Dieses Mal hatten wir die Launch von Anfang an angepasst, es war aber noch nicht ganz optimal. War dann doch nicht so schlimm; ich kam im Vergleich zu den anderen eigentlich nicht schlecht weg. Doch Leider passierte noch auf der Start/Zielgeraden ein schlimmer Unfall mit meinem Opel Markenkollegen. Das Auto zerschellte wortwörtlich an der Leitplanke und es flogen extrem viele Autoteile durch die Luft und auf die Strecke – mitten in‘s Fahrerfeld. Auch ich fuhr über etwas drüber, konnte aber nicht definieren, was es war… Das Rennen wurde sofort unter Safety-Car gestellt. Es lag z.B. ein vollständiges (abgeschlagenes) Rad lag auf der Strecke! Zum Glück ist dem Fahrer nicht‘s passiert. Ich wünsche ihm gute Besserung und die nötigen finanziellen Mittel, damit er am Sachsenring wieder starten kann.

Nachdem die Strecke wieder freigeräumt war, wurde die Safety-Car Phase mit der grünen Flagge aufgehoben. Es war ein taffes Rennen mit wiederum vielen schwierigen aber fairen Zwei- bzw. Dreikämpfen. In der zweitletzten Runde lag ich auf P11 und bildete ein stossstage-an-stosssgange-klebendes Trio mit zwei Männern vor mir. Auf der langen Geraden wurde ich ziemlich geblockt, sodass ich ein Überholmanöver auf der Aussenseite riskierte – das geht jetzt nie, dachten die meisten – doch mein Hirn war im Handschuhfach und sagte: Tu es! Und tatsächlich, ich überholte einen Konkurrenten auf der Aussenseite und durch eine entstandene Lücke auf der linken Innenseite bei der nächsten Kurve, stach ich gleich nochmals zu und überholte den Neunten auch noch. Boom… ich glaube meinen Mechanikern ist das Herz dreimal in die Hosen gerutscht (Sorry)! 😛

Wegen dem Überholmanöver fehlte mir leider enorm der Schwung und ein Konkurrent konnte sich wieder neben mich stellen und ich musste ihn passieren lassen. So überquerte ich die Ziellinie auf P10 !!! Olééé endlich haben wir‘s geschafft: TOP 10!

Was für ein Rennen, was für ein Weekend – einfach nur toll! Ich konnte nach dem Unfall beweisen, was in mir steckt und ich hoffe, es geht weiter so… Vielen Dank an mein Team Lubner Motorsport, für den super angepassten Astra TCR und natürlich auch an Kissling Motorsport für den Support vor Ort! Und nicht zu vergessen: vielen Dank an alle, die vor Ort auf Sport1 mitgefiebert haben!

Das nächste Rennen findet aufgrund einer kleinen Sommerpause am 15. – 17. September 2017 auf dem Sachsenring / D statt. Vor 5 Jahren fuhr ich dort zuletzt ein Rennen – eine lange Zeit – doch wir schaffen das 🙂

Rennen 4 ADAC TCR Germany 2017 – Zandvoort / NL

Nach dem letzten Pech-Rennwochenende in Oschersleben freute ich mich riesig auf das Rennen in Zandvoort in den Niederlanden (die Strecke liegt direkt am Meer und nur 30 Min von Amsterdam entfernt) . Obwohl ich noch nie zuvor auf dieser Strecke war, sprudelte ich voller Positiver Energie…
Leider kam aber alles anders….

Nach guten Trainings-Sessions am Freitag und einem akzeptablen Qualifying (Startplatz 23) am Samstagmorgen, hiess es am Samstag-Nachmittag um 15.15 Uhr „Start your engines for race one“!

Nachdem die roten Lampen „aus“ waren, kam ich gut weg und war voll in der Beschleunigungs-Phase, als ich realisierte, dass 2 Startreihen vor mir ein Konkurrent stehen geblieben war – Puls und Adrenalin-Spiegel stiegen ins unermessliche und ich versuchte nach einem kurzen Blick in den rechten Seitenspiegel, nach rechts auszuweichen. Es hätte geklappt, wäre da nicht von weiter rechts ein anderer Konkurrent herbeigeflogen – er traf mich voll auf die Felge, sodass mir das Lenkrad richtiggehend aus den Händen gerissen wurde. Die Lenkung, die Felge, die Radaufhängung, etc. gingen dabei zu bruch und machten meinen Rennwagen unfahrbar. Es gelang mir lediglich noch, am stehenden Golf vorbei links in die Wiese und somit aus der „Schusslinie“ der nachfolgenden Autos zu kommen. Nebst dem Gedanken, dass mein Opel Astra bestimmt „schrottreif“ sei, machten mir starke Schmerzen in Nacken und Rücken Sorgen. Trotzdem versuchte ich sofort, mein Fahrzeug zu verlassen und wurde dabei von den herbeigeeilten Helfern unterstützt. Anschliessend wurden die defekten Fahrzeuge geborgen und die beteiligten Fahrer im Medical Center gecheckt. Zum Glück wurden dann „nur“ Prellungen und Verspannungen im ganzen rechten Rückenbereich diagnostiziert.

Das Fahrzeug konnte aber glücklicherweise am Abend vom Team Lubner Motorsport und meinem Vater wieder repariert werden – viiielen Dank für Euren tollen Einsatz!

Obwohl die Schmerzen am Sonntag noch etwas extremer auftraten, wollte ich unbedingt ins 2. Rennen starten. Mit den Pain-Killers vom Medical Center war dies dann auch möglich…

Doch bereits in der Einführungsrunde bemerkte ich eine Störung am Fahrzeug, meine Motordrehzahlen gingen nicht höher als 4500 Umdrehungen. So konnte ich auf jeden Fall nicht starten – also fuhr ich anstatt auf die Startaufstellung in die Box….. Nachdem einiges ausprobiert und kontrolliert wurde, kam dann die „Diagnose“ Software-Fehler, wahrscheinlich hervorgerufen durch den heftigen Crash aus Rennen 1. Das war wohl nicht vorhersehbar, aber mega ärgerlich.

Fazit: Ein erneutes Wochenende zum Abhaken – und natürlich wieder keine Punkte…

Nun hoffe ich, dass mein Rücken in 2 Wochen wieder kuriert ist, denn dann geht es bereits weiter mit den Rennen 7 + 8 auf dem Nürburgring. Wünschenswert wäre dort natürlich, endlich einmal fahren und die Rennen bei geschwenkter „Checked Flag“ beenden zu können.

Rennen 3 ADAC TCR Germany 2017 – Oschersleben/D

Zum zweiten Mal in dieser Saison fanden 2 unserer Rennen auf der Renn-Strecke in Oschersleben / DE statt – anstelle der ADAC GT Masters war dieses Wochenende die TCR International dabei.

Nach der Arbeit am Donnerstag-Nachmittag ging’s los und 730 km Anfahrtsweg wurden unter die Räder genommen…

Während den freien Trainings am Freitag hatte ich – wie bereits bei den Rennen im April – Mühe, eine schnelle Rundenzeit zu fahren. Diese Strecke passt scheinbar irgendwie nicht zu meinem Fahrstiel…

Anhand der Datenanalyse stellte sich dann prompt heraus, dass ich zum Teil zu schnell in die Kurven fuhr, was zu einem Untersteuern führte und mich dann im im Kurvenausgang hinderte, optimal zu beschleunigen. Es wurde am Freitag Abend viel auf mich eingeredet, sodass ich schlussendlich nicht mehr genau wusste, welche Linienführung für mich passte. Ich fahre nun doch schon einige Zeit, und fand es daher etwas komisch, dass man mir z.B. sagte, ich fahre an gewissen Stellen komplett falsch! Aber eben – etwas war dran – es fehlte mir über eine Sekunde auf die Spitzenzeiten.

Am Samstag sollte das Quali eigentlich um 10:15 Uhr stattfinden. Aufgrund eines Stromausfalles in ganz Oschersleben und Umgebung (Gewitter-Einschlag) hatte die Rennstrecke aber erst um 10:30 Uhr wieder Strom. So konnten wir da Qualifying erst um 11:40 Uhr fahren. Während dem Quali probierte ich einiges aus; z.B. das „anders“ in die Kurven fahren, etc. Ich wollte einfach irgendwie eine schnelle Zeit rausfahren. Ich wurde zwar auch schneller – aber die Konkurrenz leider auch. Fazit: Startplatz 31 von 37.

Obwohl ich in der Startaufstellung von meinem Startplatz aus die Startampeln nicht sah, war mein Start ins 1. Rennen ok – ich konnte jedoch auf Anhieb keine Plätze gutmachen. Erst im Laufe des Rennens konnte ich mich ein bisschen nach Vorne arbeiten, allerdings mit sehr viel Mühe. Es gab praktisch keine Überholmöglichkeiten. Auch auf den hinteren Plätzen wurde „geschupst“ und gekämpft. Ich konnte mich mehrheitlich raushalten, bekam aber in einem Pulk mit 5 Autos während einem Bremsmanöver auch einen ziemlichen Stoss von hinten. Die Nackenmuskulatur wurde dabei etwas überstrapaziert und das Rennfahrzeug hatte ein/zwei Dellen mehr… Kurz vor Schluss des 1. Rennens befand ich mich auf Rang 25, als beim rausbeschleunigen in einer Kurve meine linke Antriebswelle brach. So kam es, dass ich die Zielflagge nicht sah und das Auto in die Box fahren musste – Pech!

Eine weitere (neue) Erfahrung an diesem Samstag war das „Meet the Drivers“ mit Autogramm-stunden aller Fahrer sowie mein Auftritt in der Motorsportarena Talk-Runde, zusammen mit Reportern und anderen Fahrern.

Es regnete die ganze Nacht auf Sonntag und kurz vor unserem Rennen um 10:00 Uhr blieb es von oben trocken. Bei diesen Wetterverhältnissen ist es immer schwierig zu entscheiden, mit welchen Reifen man fährt. Wir entschieden uns für Slicks. Ich startete wieder von Rang 31 in’s Rennen. Meine Kupplung spielte auf einmal verrückt und wollte nicht mehr 100%ig funktionieren. Gab ich kein Gas, starb der Motor ab obwohl ich auskuppelte -> Super Voraussetzungen, um zu Starten!

Der Start ging einigermassen gut und auch die ersten Runden waren nicht mal so schlecht! Kurz darauf gab es aber aufgrund eines Unfalls bereits die erste Safetycar-Phase. Diese nutzten wir dann alle, um die Slicks richtig auf Temperatur zu bringen. Nützte mir schlussendlich aber nix – in der letzten Runde der Safetycar-Phase wurde ich unfair von meinem Hintermann abgeschossen und landete so tief im Kies, dass ich nicht mehr rauskam. So entstand durch meinen „Abschuss“ gleich eine neue Safetycar-Phase und es dauerte 15min, bis mein Astra und ich aus der Gefahrenzone „entfernt“ waren. Das Auto steckte so tief im Kies, dass mir der Traktor beim Abschleppen vorne + hinten beide Abschlepphaken abriss! Als mein Wagen dann endlich geborgen war, harrte ich neben der Strecke aus, bis das Rennen zu Ende war. So konnte sich meine Wut langsam wieder etwas legen .. Wenigsten waren die Schäden an meinem Fahrzeug nicht so gravierend – der „Kollege“ hatte mich an der Felge erwischt.

Als ich dann auch endlich im Parc fermé angekommen war, hatte ich nur ein Ziel: wo ist dieser Junge! Ich fand ihn dann auch. Er erklärte mir dann, wieso ihm das passiert sei und er hätte ja eine Durchfahrtsstrafe erhalten… Er entschuldigte sich auch etliche Male – ich glaube, es war ihm etwas peinlich. Es war ganz klar ein unnötiges Manöver und das kommunizierte ich ihm auch. Danach war die Sache für mich geklärt und meine „Wolle im Bauch“ nicht mehr allzu gross.

Das gesamte Rennwochenende war wohl einfach der Wurm drin! Naja – abhaken und vergessen…

Jetzt heisst es, das Rennfahrzeug wieder auf Vordermann zu bringen! Denn bereits nächste Woche geht’s am Mittwoch Nachmittag los in Richtung Holland, nach Zandvoort – auf eine Strecke, die ich nur vom Simulator her kenne – bin voll gespannt auf neue Erfahrungen!