2020
Schreibe einen Kommentar

24h Rennen Dubai vom 13. – 15. Januar 2022

Winterpause im Rennsport? Auf keinen Fall – die Rennsaison 2022 ist bereits wieder in vollem Gange! Mit dem 24h-Rennen in Dubai – mit einem komplett vollen Starterfeld von über 80 Fahrzeugen – war die Saisoneröffnung wieder einmal ein Highlight.

Die Container mit den Rennfahrzeugen und dem kompletten Material wurden von Sebring direkt nach Dubai verschifft und sind pünktlich im Hafen von Dubai angekommen.

So konnten bereits am Mittwoch die ersten Trainings gefahren werden. Zwar hatten wir am Anfang etwas Probleme das richtige Setup zu finden, konnten uns dann aber gut abstimmen und waren anschliessend mit unseren Rundenzeiten bei den Schnellsten unserer Klasse.

Am Donnerstag standen unter anderem das Zeitfahren und das Nacht-Training auf dem Timetable. Beim Qualifying müssen pro Fahrzeug 3 Fahrer das Qualifying bestreiten. Aus den 3 Bestzeiten der Fahrer wird dann die Durchschnittszeit ermittelt und als offizielle Qualy-Zeit gewertet.

Leider hatten wir etwas Pech: unser ABS stieg bereits in der ersten Runde des Zeitfahrens aus… das ist für ein Qualifying natürlich nicht optimal. Aus diesem Grund konnten wir keine guten Runden-zeiten fahren -> das Ergebnis war dann entsprechend bescheiden: Startplatz 5 in der TCR Klasse und in der Gesamtwertung auf Startplatz 75.

Am Freitag-Nachmittag um 15:00 war dann der Start zum 24h-Rennen Dubai ! Ich durfte diesen Part übernehmen… und war natürlich schon leicht nervös! Es war dann aber alles nur halb so schlimm 😉 Ich konnte in meinem Stint einen Konkurrenten überholen und fuhr allgemein gute Rundenzeiten. Danach übergab ich das Fahrzeug an meinen Schweizer Kollegen Fabian Danz. Wir teilten das Auto zusammen mit dem Österreicher Constantin Kletzer und dem Niederländer Paul Sieljes. Alles lief soweit normal, doch der erste Schock kam bereits nach ca. 2 Stunden… unser Golf stellte einfach ab und brachte die Fehlermeldung «Benzindruck». Leider war die Benzinpumpe kaputt gegangen… Unsere Mechaniker von Wolf Power Racing und von Autorama Motorsport gaben alles und wechselten die Pumpe in der Box. Es ging danach für uns auch wieder weiter – allerdings mit einem Rückstand von ca. 9 Runden ☹ –  aber das Rennen war ja noch lang!

In der Nacht hatte einer meiner Teamkollegen einen Kontakt mit der Leitplanke – es war aber nicht weiter schlimm. Als ich jedoch dann das Fahrzeug von ihm übernahm, brach mir nach 4 Runden die vordere linke Antriebswelle und der Dämpfer. Ich konnte mich zum Glück direkt in die Boxeneifahrt retten und rollte zum Team an unsere Box… Auch hier wurde alles sofort wieder repariert, aber wir verloren wieder sehr viel wertvolle Zeit.

Danach konnten wir bis zum Schluss durchfahren. ABER – ACH JA, DA WAR JA NOCH WAS: Ca. ab der Hälfte des Rennens stieg wieder unser Sperrdifferenzial aus -> überhitzt…  hätten wir nicht auch noch gebraucht !!

Bis kurz vor Schluss standen wir trotz unserem lädierten Fahrzeug im engen Kampf um Platz 3. Diesen haben wir dann jedoch leider «leistungsbedingt» verloren und belegten am Schluss den undankbaren 4. Schlussrang.

Grundsätzlich kein schlechtes Resultat in Anbetracht der vielen Reparatur-Stops die wir hatten, aber ist halt doch ein wenig ärgerlich. Naja, wir hoffen nun auf mehr Glück beim nächsten Rennen, Ende März im italienischen Mugello!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.