2017, Rennbericht
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Rennen 3 ADAC TCR Germany 2017 – Oschersleben/D

Zum zweiten Mal in dieser Saison fanden 2 unserer Rennen auf der Renn-Strecke in Oschersleben / DE statt – anstelle der ADAC GT Masters war dieses Wochenende die TCR International dabei.

Nach der Arbeit am Donnerstag-Nachmittag ging’s los und 730 km Anfahrtsweg wurden unter die Räder genommen…

Während den freien Trainings am Freitag hatte ich – wie bereits bei den Rennen im April – Mühe, eine schnelle Rundenzeit zu fahren. Diese Strecke passt scheinbar irgendwie nicht zu meinem Fahrstiel…

Anhand der Datenanalyse stellte sich dann prompt heraus, dass ich zum Teil zu schnell in die Kurven fuhr, was zu einem Untersteuern führte und mich dann im im Kurvenausgang hinderte, optimal zu beschleunigen. Es wurde am Freitag Abend viel auf mich eingeredet, sodass ich schlussendlich nicht mehr genau wusste, welche Linienführung für mich passte. Ich fahre nun doch schon einige Zeit, und fand es daher etwas komisch, dass man mir z.B. sagte, ich fahre an gewissen Stellen komplett falsch! Aber eben – etwas war dran – es fehlte mir über eine Sekunde auf die Spitzenzeiten.

Am Samstag sollte das Quali eigentlich um 10:15 Uhr stattfinden. Aufgrund eines Stromausfalles in ganz Oschersleben und Umgebung (Gewitter-Einschlag) hatte die Rennstrecke aber erst um 10:30 Uhr wieder Strom. So konnten wir da Qualifying erst um 11:40 Uhr fahren. Während dem Quali probierte ich einiges aus; z.B. das „anders“ in die Kurven fahren, etc. Ich wollte einfach irgendwie eine schnelle Zeit rausfahren. Ich wurde zwar auch schneller – aber die Konkurrenz leider auch. Fazit: Startplatz 31 von 37.

Obwohl ich in der Startaufstellung von meinem Startplatz aus die Startampeln nicht sah, war mein Start ins 1. Rennen ok – ich konnte jedoch auf Anhieb keine Plätze gutmachen. Erst im Laufe des Rennens konnte ich mich ein bisschen nach Vorne arbeiten, allerdings mit sehr viel Mühe. Es gab praktisch keine Überholmöglichkeiten. Auch auf den hinteren Plätzen wurde „geschupst“ und gekämpft. Ich konnte mich mehrheitlich raushalten, bekam aber in einem Pulk mit 5 Autos während einem Bremsmanöver auch einen ziemlichen Stoss von hinten. Die Nackenmuskulatur wurde dabei etwas überstrapaziert und das Rennfahrzeug hatte ein/zwei Dellen mehr… Kurz vor Schluss des 1. Rennens befand ich mich auf Rang 25, als beim rausbeschleunigen in einer Kurve meine linke Antriebswelle brach. So kam es, dass ich die Zielflagge nicht sah und das Auto in die Box fahren musste – Pech!

Eine weitere (neue) Erfahrung an diesem Samstag war das „Meet the Drivers“ mit Autogramm-stunden aller Fahrer sowie mein Auftritt in der Motorsportarena Talk-Runde, zusammen mit Reportern und anderen Fahrern.

Es regnete die ganze Nacht auf Sonntag und kurz vor unserem Rennen um 10:00 Uhr blieb es von oben trocken. Bei diesen Wetterverhältnissen ist es immer schwierig zu entscheiden, mit welchen Reifen man fährt. Wir entschieden uns für Slicks. Ich startete wieder von Rang 31 in’s Rennen. Meine Kupplung spielte auf einmal verrückt und wollte nicht mehr 100%ig funktionieren. Gab ich kein Gas, starb der Motor ab obwohl ich auskuppelte -> Super Voraussetzungen, um zu Starten!

Der Start ging einigermassen gut und auch die ersten Runden waren nicht mal so schlecht! Kurz darauf gab es aber aufgrund eines Unfalls bereits die erste Safetycar-Phase. Diese nutzten wir dann alle, um die Slicks richtig auf Temperatur zu bringen. Nützte mir schlussendlich aber nix – in der letzten Runde der Safetycar-Phase wurde ich unfair von meinem Hintermann abgeschossen und landete so tief im Kies, dass ich nicht mehr rauskam. So entstand durch meinen „Abschuss“ gleich eine neue Safetycar-Phase und es dauerte 15min, bis mein Astra und ich aus der Gefahrenzone „entfernt“ waren. Das Auto steckte so tief im Kies, dass mir der Traktor beim Abschleppen vorne + hinten beide Abschlepphaken abriss! Als mein Wagen dann endlich geborgen war, harrte ich neben der Strecke aus, bis das Rennen zu Ende war. So konnte sich meine Wut langsam wieder etwas legen .. Wenigsten waren die Schäden an meinem Fahrzeug nicht so gravierend – der „Kollege“ hatte mich an der Felge erwischt.

Als ich dann auch endlich im Parc fermé angekommen war, hatte ich nur ein Ziel: wo ist dieser Junge! Ich fand ihn dann auch. Er erklärte mir dann, wieso ihm das passiert sei und er hätte ja eine Durchfahrtsstrafe erhalten… Er entschuldigte sich auch etliche Male – ich glaube, es war ihm etwas peinlich. Es war ganz klar ein unnötiges Manöver und das kommunizierte ich ihm auch. Danach war die Sache für mich geklärt und meine „Wolle im Bauch“ nicht mehr allzu gross.

Das gesamte Rennwochenende war wohl einfach der Wurm drin! Naja – abhaken und vergessen…

Jetzt heisst es, das Rennfahrzeug wieder auf Vordermann zu bringen! Denn bereits nächste Woche geht’s am Mittwoch Nachmittag los in Richtung Holland, nach Zandvoort – auf eine Strecke, die ich nur vom Simulator her kenne – bin voll gespannt auf neue Erfahrungen!

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