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Rennen 3 ADAC TCR Germany 2017 – Oschersleben/D

Zum zweiten Mal in dieser Saison fanden 2 unserer Rennen auf der Renn-Strecke in Oschersleben / DE statt – anstelle der ADAC GT Masters war dieses Wochenende die TCR International dabei.

Nach der Arbeit am Donnerstag-Nachmittag ging’s los und 730 km Anfahrtsweg wurden unter die Räder genommen…

Während den freien Trainings am Freitag hatte ich – wie bereits bei den Rennen im April – Mühe, eine schnelle Rundenzeit zu fahren. Diese Strecke passt scheinbar irgendwie nicht zu meinem Fahrstiel…

Anhand der Datenanalyse stellte sich dann prompt heraus, dass ich zum Teil zu schnell in die Kurven fuhr, was zu einem Untersteuern führte und mich dann im im Kurvenausgang hinderte, optimal zu beschleunigen. Es wurde am Freitag Abend viel auf mich eingeredet, sodass ich schlussendlich nicht mehr genau wusste, welche Linienführung für mich passte. Ich fahre nun doch schon einige Zeit, und fand es daher etwas komisch, dass man mir z.B. sagte, ich fahre an gewissen Stellen komplett falsch! Aber eben – etwas war dran – es fehlte mir über eine Sekunde auf die Spitzenzeiten.

Am Samstag sollte das Quali eigentlich um 10:15 Uhr stattfinden. Aufgrund eines Stromausfalles in ganz Oschersleben und Umgebung (Gewitter-Einschlag) hatte die Rennstrecke aber erst um 10:30 Uhr wieder Strom. So konnten wir da Qualifying erst um 11:40 Uhr fahren. Während dem Quali probierte ich einiges aus; z.B. das „anders“ in die Kurven fahren, etc. Ich wollte einfach irgendwie eine schnelle Zeit rausfahren. Ich wurde zwar auch schneller – aber die Konkurrenz leider auch. Fazit: Startplatz 31 von 37.

Obwohl ich in der Startaufstellung von meinem Startplatz aus die Startampeln nicht sah, war mein Start ins 1. Rennen ok – ich konnte jedoch auf Anhieb keine Plätze gutmachen. Erst im Laufe des Rennens konnte ich mich ein bisschen nach Vorne arbeiten, allerdings mit sehr viel Mühe. Es gab praktisch keine Überholmöglichkeiten. Auch auf den hinteren Plätzen wurde „geschupst“ und gekämpft. Ich konnte mich mehrheitlich raushalten, bekam aber in einem Pulk mit 5 Autos während einem Bremsmanöver auch einen ziemlichen Stoss von hinten. Die Nackenmuskulatur wurde dabei etwas überstrapaziert und das Rennfahrzeug hatte ein/zwei Dellen mehr… Kurz vor Schluss des 1. Rennens befand ich mich auf Rang 25, als beim rausbeschleunigen in einer Kurve meine linke Antriebswelle brach. So kam es, dass ich die Zielflagge nicht sah und das Auto in die Box fahren musste – Pech!

Eine weitere (neue) Erfahrung an diesem Samstag war das „Meet the Drivers“ mit Autogramm-stunden aller Fahrer sowie mein Auftritt in der Motorsportarena Talk-Runde, zusammen mit Reportern und anderen Fahrern.

Es regnete die ganze Nacht auf Sonntag und kurz vor unserem Rennen um 10:00 Uhr blieb es von oben trocken. Bei diesen Wetterverhältnissen ist es immer schwierig zu entscheiden, mit welchen Reifen man fährt. Wir entschieden uns für Slicks. Ich startete wieder von Rang 31 in’s Rennen. Meine Kupplung spielte auf einmal verrückt und wollte nicht mehr 100%ig funktionieren. Gab ich kein Gas, starb der Motor ab obwohl ich auskuppelte -> Super Voraussetzungen, um zu Starten!

Der Start ging einigermassen gut und auch die ersten Runden waren nicht mal so schlecht! Kurz darauf gab es aber aufgrund eines Unfalls bereits die erste Safetycar-Phase. Diese nutzten wir dann alle, um die Slicks richtig auf Temperatur zu bringen. Nützte mir schlussendlich aber nix – in der letzten Runde der Safetycar-Phase wurde ich unfair von meinem Hintermann abgeschossen und landete so tief im Kies, dass ich nicht mehr rauskam. So entstand durch meinen „Abschuss“ gleich eine neue Safetycar-Phase und es dauerte 15min, bis mein Astra und ich aus der Gefahrenzone „entfernt“ waren. Das Auto steckte so tief im Kies, dass mir der Traktor beim Abschleppen vorne + hinten beide Abschlepphaken abriss! Als mein Wagen dann endlich geborgen war, harrte ich neben der Strecke aus, bis das Rennen zu Ende war. So konnte sich meine Wut langsam wieder etwas legen .. Wenigsten waren die Schäden an meinem Fahrzeug nicht so gravierend – der „Kollege“ hatte mich an der Felge erwischt.

Als ich dann auch endlich im Parc fermé angekommen war, hatte ich nur ein Ziel: wo ist dieser Junge! Ich fand ihn dann auch. Er erklärte mir dann, wieso ihm das passiert sei und er hätte ja eine Durchfahrtsstrafe erhalten… Er entschuldigte sich auch etliche Male – ich glaube, es war ihm etwas peinlich. Es war ganz klar ein unnötiges Manöver und das kommunizierte ich ihm auch. Danach war die Sache für mich geklärt und meine „Wolle im Bauch“ nicht mehr allzu gross.

Das gesamte Rennwochenende war wohl einfach der Wurm drin! Naja – abhaken und vergessen…

Jetzt heisst es, das Rennfahrzeug wieder auf Vordermann zu bringen! Denn bereits nächste Woche geht’s am Mittwoch Nachmittag los in Richtung Holland, nach Zandvoort – auf eine Strecke, die ich nur vom Simulator her kenne – bin voll gespannt auf neue Erfahrungen!

Rennen 2 ADAC TCR Germany 2017 – Redbull Ring/AT

Der beliebte Red Bull Ring stand für das zweite Rennwochenende der ADAC TCR Germany an – ich war sehr nervös – fuhr ich doch das letzte Mal vor drei Jahren ein Rennen auf dieser „Strecke des Bullen“….

Bereits am Mittwoch angereist, konnten wir dank eines zusätzlich bewilligten Trainings am Donnerstag-Nachmittag 3 Stunden trainieren. Es stellte sich schnell heraus, dass der Red Bull Ring eine Opel-Strecke ist! Viele gerade Streckenabschnitte, bei welchen mein super Opel Astra TCR seinen Top-Speed so richtig nutzen konnte. Meine Rundenzeiten waren sogar in den Top 10!

Am Freitag Morgen fand das offizielle freie Training statt. Auch hier kam ich tip top mit dem Auto zurecht und fuhr sogar die 4.-schnellste Rundenzeit! Jetzt wurde ich natürlich so richtig nervös…

Am Freitag Abend um 18:30 Uhr schalteten die Boxenampeln für das Zeitfahren auf grün. Nun galt es innerhalb von 20min nochmals eine top Rundenzeit „here z’fitzä“! Die Rundenzeiten waren enorm nahe beieinander und nur wegen 0.027 Sekunden verpasste ich das Q2 um haaresbreite. (im Q2 können die schnellsten 12 Fahrer während 10min. nochmals um die Pole-Position kämpfen.

Nach dem Zeitfahren durfte ich als Opel-Vertreterin am „RN Vision TV Motorsport Talk“ teilnehmen. Gute 45min standen 6 Fahrer von jeder Automarke einem Reporter Rede und Antwort. War eine coole Erfahrung!

Meine Startreihe für das Rennen 1 am Samstag Nachmittag war die 7. –> Startplatz 13. Von insgesamt 39 Konkurrenten war dies natürlich eine Hammer Leistung! Unbewusst machte ich mir wieder etwas Druck: ich wollte das Pferd unter den Top 10 in’s Ziel schaukeln… dementsprechend war ich brutal nervös.

Als die roten Startampeln erloschen, preschte ich mit einem TOP Startmanöver Richtung erste Kurve – zum Glück schafften es alle 39 Fahrer, ohne einen Crash diese zu kriegen – Ich konnte während dem Rennen den einen oder anderen Audi bzw. Seat überholen und befand mich nach der zweiten Safety-Car Phase auf Rang 9. Das Rennen dauerte nur noch 3 Minuten! Nach Freigabe zum wiederholten Start konnte ich sogar nochmals einen Audi schnappen und war somit auf Rang 8 – dieses Glücksgefühl verflog allerdings genau so schnell wie es gekommen war – in Kurve 3 drehten bzw. touchierten sich direkt vor mir zwei Autos aufgrund eines Verbremsers. Da auch rechts von mir ein Auto war und ich nur einen knappen Meter Abstand zu meinem Vordermann hatte, gab es keine Chance, auszuweichen. Resultat: ich krachte zweimal frontal in das Heck des Audis vor mir. Es fuhren zwar alle Autos weiter aber es gingen einige Ränge verloren… als wäre dies noch nicht genug, merkte ich plötzlich, wie meine Wassertemperatur enorm anstieg und mein Race-Astra Flüssigkeit verlor – Kühlflüssigkeit! Somit musste ich das Rennen eine Runde vor Schluss aufgeben und in die Box fahren… das Risiko für einen Motorschaden wäre zu gross gewesen.

Ich war ziemlich enttäuscht, da der Einzug in die Top 10 doch so nahe gewesen ist – nur noch zwei Runden länger und es wäre im Kasten gewesen – aber es sollte wohl nicht sein… Mein Teamkollege Dino Calcum fuhr mit dem Opel Astra auf P3 – nochmals herzlichen Glückwünsch!

Unsere Samstag-Abend Beschäftigung beinhaltete dann die Reparatur der ganzen Front meines Opel Astra … es mussten einige Teile ersetzt werden. An dieser Stelle vielen Dank an das ganze Lubner Motorsport Team für die super Arbeit!!

Am Sonntag um 15:40 Uhr fand dann das Rennen 2 statt. Mit dem Wissen, dass ich + Astra + Red Bull Ring = Dreamteam sind, wollte ich dieses Mal uuuunbedingt Punkte einfahren und in’s Ziel kommen!! Dementsprechend war ich so nervös, dass ich kurz vorm Start mehrmals „auf’s Häuschen“ musste…

Ich startete in Rennen 2 von Startplatz 14 aus. Als die Red-Lights löschten und der Start erfolgte, „würgte“ ich doch tatsächlich den Motor ab – oh no! Im ersten Moment fixierten meine Augen nur noch die Rückspiegel in der Hoffnung, dass kein nachfolgendes Fahrzeug von hinten in mich rein donnerte. Ich hatte aber Glück im Unglück und keiner berührte mich. Nach dieser Schreck-Sekunde (oder auch 2..) konnte ich das Fahrzeug wieder starten fuhr dann natürlich am Ende des Feldes in die erste Kurve – Rang 39.

In den ersten zwei Runden musste ich mich zuerst wider sammeln und neu motivieren. Durch einen Funkspruch (!) von meinem Vater ging es dann vorwärts. Ich startete ein Überholmanöver nach dem anderen und wurde mit dem 19ten Rang belohnt! Dies bedeutete zwei Punkte für die Meisterschaft!! Vom Ende des Feldes 20 Ränge nach vorne zu preschen, in diesem enormen Feld, ist nun doch eine gute Leistung und so war ich trotz dem verpatzten Start zufrieden!

An dieser Stelle vielen lieben Dank an alle, die mich sowohl vor Ort als auch zu Hause am TV tatkräftig unterstützt und mir die Daumen gedrückt haben ! :-). Auch dem ganzen Team Lubner Motorsport und meinem Vater bin ich zu grossem Dank verpflichtet – sie haben am Samstag „Nachtschicht“ geleistet..

Nun bin ich voller Zuversicht für die Rennen 5 + 6, welche in vier Wochen in Oschersleben / D stattfinden.

Rennen 1 ADAC TCR Germany 2017 – Oschersleben/D

Das Warten hatte nun endlich ein Ende: vergangenes Wochenende fanden die ersten beiden Rennen der ADAC TCR Germany 2017 in Oschersleben/D statt. Ich bin in meiner „Karriere“ schon etliche Rennen gefahren, doch so nervös wie auf dieses Wochenende hin war ich selten …

Mehr als 40 Teilnehmer aus 13 Nationen mit seriennahen Tourenwagen sechs verschiedener Hersteller haben sich in diesem Jahr eingeschrieben und machen die ADAC TCR Germany zur weltweit teilnehmerstärksten Serie nach dem erfolgreichen TCR-Reglement. Am ersten Rennen in Oschersleben waren 42 Fahrer am Start, darunter zwei Frauen (eine 24-jährige Polin und ich).

Am Freitag fanden zwei freie Trainings statt. Da die Wetterverhältnisse total anders waren als vor 2 Wochen an den Testtagen (Höhere Asphalt-Temperatur, Sonnenschein usw.), passte das Setup von meinem Rennfahrzeug nicht mehr, weshalb ich nicht mehr an meine Rundenzeit von den Testtagen herankam. Das Team änderte dann auf das zweite Training am Nachmittag das gesamte Setup und ich merkte tatsächlich einen enormen Unterschied: das Auto wurde viel lebendiger auf der Hinterachse, was auch gewünscht war. Es war aber für meinen Fahrstiel „too much lebendig“…  Beim Anbrems-punkt nach der Start/Zielgeraden (5. Gang/Vollgas) rutschte mir das Heck brutal weg. Ich konnte nur noch das Auto auffangen, voll bremsen und hoffen, dass ich nicht in die Reifenstapel fliege! Zum Glück gelang mir dies – ausser einem zünftigen Schrecken und zwei enormen Bremsplatten ist nichts Gröberes passiert – mir fehlte dann allerdings für den Rest des Trainings ein wenig das Vertrauen ins Rennfahrzeug.

Nach dieser Test-Session wurden einige Änderungen wieder rückgängig gemacht, sodass mein Auto nun für’s Qualifying passen sollte.

Am Samstag Vormittag fand dann das Qualy statt. Leider wurde in meiner schnellsten Runde das Zeitfahren mit der roten Flagge aufgrund eines Audis, welcher im Kies stand, unterbrochen. Das war sehr, sehr ärgerlich! Kurze Zeit später dann nochmals das gleiche Prozedere; ich fuhr wieder eine schnelle Runde und in dieser Runde wurde durch einen Crash von vier Autos erneut unterbrochen und infolge notwendiger Bergungsarbeiten anschliessend sogar ganz abgebrochen. Mit meiner Rundenzeit belegte ich daher nur Rang 34 von insgesamt 42 Fahrzeugen.

Am Samstag Nachmittag stand dann kurz vor drei Uhr das erste Rennen an. Ich war extrem nervös… Von meiner Startposition aus konnte ich gerade noch knapp die Startampel sehen – ein so grosses Starterfeld ist einfach gewaltig!

Nachdem die roten Ampeln ausgingen, hatte ich einen guten Start und wir alle schafften es nach der Start-/Zielgeraden die erste extrem enge Kurve ohne Crash zu passieren – Chapaeu Kollegen! Dies hätte wohl keiner von dieser wilden Meute gedacht.

Während dem Rennen konnte ich mich nach vorne arbeiten und einige Konkurrenten und auch meine einzige Konkurrentin überholen. Durch die drei Safety-Car Phasen wurde das ganze Feld immer wieder zusammengeschoben. Als sich vor mir ein Golf drehte, konnte ich gerade noch ausweichen und hörte es innerlich bereits scheppern – in der Onboard Aufnahme ist sogar mein kleiner Aufschrei zu hören 😛 – doch zum Glück erwischte er mich nicht und ich konnte mein Rennen weiterfahren.

In der letzten Runde überholte ich einen weiteren Golf, war innen in der Kurve, als ich von ihm so gerammt wurde, dass es mich fast drehte. Ich hielt aber stand und konnte meine Pace halten. So fuhr ich auf Rang 22 in’s Ziel – knapp an den Punkten vorbei aber für mich ein hammer Ergebnis!

Am Sonntag Nachmittag war ich nicht mehr so nervös wie am Samstag. Das 2. Rennen wollte ich unter den Top 20 beenden, bis zu diesem Rang gibt es Punkte für die Meisterschaft. Leider musste ich auch in dieses Rennen von P34 aus starten, da das Samstags-Qualifying jeweils für beide Rennen massgebend ist.

Ich hatte dieses Mal einen schlechteren Start und bereits in den ersten Runden des Rennens „crashten“ zwei Fahrzeuge direkt vor mir ineinander, sodass ich nur noch in‘s Kiesbett ausweichen konnte,  durchs Kies driftete und mit ca. 4 Rängen Verlust das Rennen wieder fortsetzen konnte. Weiter ging’s!

Ich arbeitete mich diese Ränge wieder nach vorne und blieb dann an der Polin hängen. Die Dame sperrte bereits in der Mitte des Rennens so unfair – ich hatte keine Chance zu überholen. Anhand meiner Stossstange ist zu sehen, wie oft ich ihr in den A**** gefahren bin…

Kurz vor Schluss dann noch „aller schlechten Dinge sind 3“: ein Audi, der nach einem Ausritt in die Wiese wieder auf die Strecke zurückfuhr und genau neben mir „landete“, drehte mich in Zeitlupe mit einem Schubser in die Seite und schob mich vor sich her, bis wir dann kurz still standen – wieder minus 3 Ränge!! Oh ich war EXTREM wütend!

Einen Konkurrenten konnte ich in der letzten Runde noch überholen und beendete das Rennen auf Rang 30. Frustrierend, denn ich fuhr die gleichen Rundenzeiten (die Einbremsung der Polin auch berücksichtigt) wie die Konkurrenz 10 Ränge vor mir. Fazit: Der Speed hätte gepasst, leider funkte in diesem Rennen das Pech ab und zu rein!

Doch: Aufstehen, Krone richten und weiter geht’s! Am Redbull Ring vom 09. – 11. Juni 2017 wird wieder angegriffen!

JASMIN

PS: Ganz, ganz lieben Dank an meine Mechaniker und das ganze Team von Lubner Motorsport sowie an das ganze Team von Kissling Motorsport!

Auto-Renntage Frauenfeld 2017

Am Wochenende vom 22. und 23. April 2017 fanden die Auto-Renntage Fraufenfeld zum 18ten Mal statt. Ich war im Rahmenprogramm mit meinem Opel Astra TCR anzutreffen und absolvierte einige Taxifahrten.

Es war wie die Jahre zuvor ein hammer Anlass mit vielen Zuschauern und natürlich mit Sonnenschein 😉

Ich freue mich jetzt schon auf die Auto-Renntage Frauenfeld 2018!

Offizielle Testtage ADAC TCR Germany in Oschersleben / DE

Erstes Kräftemessen für das große Starterfeld der ADAC TCR Germany 2017: Drei Tage testeten die Teams und Fahrer von Montag bis Mittwoch in der Motorsport Arena in Oschersleben.

Vom 28. bis 30. April startet die Tourenwagenserie des ADAC auf der Rennstrecke in der Magdeburger Börde in ihre zweite Saison. Insgesamt 44 Fahrzeuge von sechs Marken sind eingeschrieben, bei den Testtagen boten über 30 Fahrzeuge von fünf der sechs Hersteller in sechs Sessions einen Vorgeschmack, was Motorsportfans in diesem Jahr erwartet.

Wir konnten in diesen Drei Tagen viel probieren und einige wertvolle Erfahrungen sammeln. Gesamt bin ich 119 Runden gefahren und konnte meine Rundenzeiten jeden Tag verbessern.

Zusammengefasst über alle Drei Testtage ergab es ein „Gesamtklassement“, auf welchem ich den 16ten Rang belegte. Ich bin völlig zufrieden!

Kommendes Wochenende werde ich nun am Samstag 22. April und Sonntag 23. April 2017 an den Autorenntagen in Frauenfeld im Show Block mit meinem Astra TCR anzutreffen sein. Kommt doch vorbei!

Bereits eine Woche später findet das erste Rennen der ADAC TCR Germany in Oschersleben statt. Bitte Daumen drücken!! 🙂

Saison 2017

Als OPEL Markenbotschafterin werde ich dieses Jahr die vollständige ADAC TCR Germany Saison bestreiten. Aktuell sind über 30 Fahrzeuge verschiedenster Marken mit Fahrern aus aller Welt gemeldet. Ich werde mit dem bereits bekannten Team Lubner Motorsport die ganze Saison zusammenarbeiten.

Da Opel zwei Autos in der ADAC TCR Germany (eines davon wäre ich) und zwei in der Internationalen Serie einsetzt, werden wir direkt von Opel Motorsport Deutschland technisch unterstützt.

Alle Rennen werden vom TV-Sender SPORT1 live übertragen.

Nebst den 7 Rennveranstaltungen in Deutschland, Österreich und Holland, werde ich auch an den Autorenntagen Frauenfeld im April 2017, dem Bergrennen Oberhallau im August 2017 und am 100-jährigen-Jubiläum der Firma MOTOREX in Langenthal am 24. Juni 2017 mit meinem Fahrzeug anzutreffen sein.

Mein Ziel für die Saison 2017: Alle Rennen zu beenden und die eine oder andere Top-10-Platzierung zu erreichen. Als weibliche Minderheit in einem männerdominierten Feld von 30 starken Konkurrenten wäre dies für mich ein toller Erfolg!

PS: Von Opel ist ab sofort ein Opel Astra JPR Strassenfahrzeug mit 200PS, in der Farbe weiss, mit dem TCR-Decor und vielen weiteren Highlights erhältlich!

ADAC TCR Germany – Hockenheimring

Bereits am Mittwoch-Vormittag reisten wir nach Hockenheim, damit ich möglichst viele Trainings absolvieren konnte. Im Rahmen des „Pistenclub“ konnte ich einige Male testen, und die Rundenzeiten waren tip-top!

Leider hatten wir im letzten Turn einen technischen Schaden –> aus unerklärlichen Gründen brach die Motorhalterung, wodurch der ganze Motor ca. 5cm nach hinten verschoben wurde! Ebenfalls wurden durch diese Verschiebung diverse Anbauteile und Schläuche hinter dem Motor zerquetscht….

Am Donnerstag wären dann eigentlich zwei freie Trainigs im Rahmen der TCR vorgesehen gewesen, die ich natürlich unbedingt nutzen wollte! Das Motörli macht uns da allerdings einen Strich durch die Rechnung: er liess sich nur schlecht in seine richtige Position zurückbringen und es mussten zahlreiche defekte Teile ersetzt werden. Zeitweise arbeiteten 4 Mechaniker „unter“ meinem Astra. An dieser Stelle vielen lieben Dank an meine Mechaniker Robert und Sven für die super Arbeit! Natürlich auch ein riesiges Dankeschön an die Mechaniker von Kissling Motorsport, welche uns ebenfalls tatkräftig unterstützt haben!

Durch die vielen Heinzelmännchen konnte ich wenigstens das zweite Training um 16:00 Uhr fahren.

Am Freitag fanden zwei freie Trainings statt und am Abend das Qualy. Das Pech verfolgte mich weiterhin…. bei der ersten Boxenausfahrt wurden ich und vier weitere Fahrer geblitzt (Geschwindigkeit 60km/h in der Boxengasse), was eine Strafe von Euro 250.- und eine 3 Throwback-Strafe ergab d.h. Ich wurde für das erste Rennen 3 Start-Plätze nach hinten versetzt… Eigentlich kann ich mir nicht erklären, wie das passieren konnte! Naja…

Im zweiten Training ging die Pechsträhne weiter, bereits in der zweiten Runde platzte mein Turboschlauch!! Dieser konnte zwar in der Boxengasse ersetzt werden, es blieben mir dann allerdings nur noch zwei Runden, bis das Training abgewunken wurde. Unsere Taktik, die neuen Reifen für das Qualy anzufahren, ging somit nicht auf!

Um 18:30 Uhr fand dann das Qualy statt… wie bereits erwähnt musste ich nun zuerst 4 neue Reifen anfahren, dann in die Box zurück um neue Reifen zu montieren und diese nochmals warm zu fahren. Nun wäre alles im gewünschten Zustand gewesen, um eine schnelle Runde zu fahren. Und es kam, wie es kommen musste, das Qualifying wurde infolge eines heftigen Unfalls eines Konkurrenten frühzeitig abgebrochen – dies ergab für mich dann leider keine Möglichkeit mehr, eine schnelle Runde zu fahren. So belegte ich nur Rang 20 von 26 Fahrern… shit happens!

Am Samstag Nachmittag stand das erste Rennen auf dem Programm. Das Wetter machte einige Kapriolen und änderte ständig seine Meinung. Ich hoffte auf ein Rennen im Trockenen, da ich mit meinem neuen Opel Astra noch nie im Regen gefahren bin. Leider ergossen sich während dem Rennen der ADAC-GT Masters über der Strecke, die bis kurz vor unserem Start anhielten.

Aufgrund meiner Strafe musste ich als 23igste starten. Ich war brutal nervös, da die Strecke natürlich nass war und ich natürlich ein gutes Resultat einfahren wollte. Und was passierte dann?

Passend zu meinem Glück an diesen Tagen sah ich am Start die Ampel nicht (ich war ja auch am Ende der Start/Ziel-Geraden) und wurde darum über das plötzliche Losfahren der anderen Fahrzeuge überrumpelt, würgte meinen Motor ab und war Letzte. NA TOLL! Bis ich das Auto wieder gestartet hatte, waren die anderen über alle Berge…

Ich drehte also meine Runden und konnte noch einige Fahrzeuge überholen – Zieldurchfahrt auf Rang 18. Ich war enorm wütend auf mich selber! Aber ändern konnte ich das Missgeschick leider nicht mehr…

Am Sonntag durfte ich von P20 aus starten – jawohl und ich sah sogar die Ampel (haha)! Das Wetter war viel besser als am Samstag und ich wollte nun endlich zeigen, dass ich auch was kann!

Am Start kam ich nicht gut weg aber durch ein Gedränge und Gedrehe gleich nach dem Start war dies nicht allzu schlimm, ich verlor so keinen Anschluss. Aufgrund dieser Unfälle wurde für 3 Runden das Savety-Car auf die Strecke geschickt und führte uns an.

Ich fuhr ein gutes Rennen und konnte wieder einige Konkurrenten überholen. Meine Rundenzeiten waren gut und gegen Ende des Rennens sogar um einiges schneller als die gesamte 3-Gruppe, welche ca. 50m vor mir lag! Auf P12 liegend näherte ich mich meinem Teamkollegen und überholte ihn. Der Funkspruch vom Teamchef lautete: Lass Jasmin ziehen! Ich hatte einen super Speed drauf und wäre in den restlichen 3 Runden an den 10ten heran- oder wer weiss, an ihm vorbeigefahren! Doch leider überholte mich mein Teamkollege zwei Kurven später so brutal und knapp, dass ich von der Ideallinie weg von der Strecke in die Auslaufzone raus ausweichen musste… Die Stimmung in meinem Helm könnt ihr euch ja denken!!! Durch unser Gerangel konnte uns ein lachender dritter, ein Honde-Pilot, überholen. Kurze Zeit später konnte ich dann meinen Teamkollegen nochmals überholen und liess ihn definitiv hinter mir. Doch leider war meine Chance auf die Top 10 vertan. Obwohl ich auf P12 durch‘s Ziel fuhr war ich enttäuscht. Grundsätzlich eine super Leistung von P20 auf P12 aber naja, es wäre Top 10 drin gelegen, was natürlich ein super Saison-Abschluss gewesen wäre!

Nun nutze ich die Winterpause, um mich weiter mit dem Opel Astra TCR vertraut zu machen und die finanziellen Mittel für die nächste Saison aufzubringen.

Sobald die neuen Daten und das Programm für 2017 steht, werde ich Euch weiter informieren.

Gaststart VLN 7 / 6-Stunden-Rennen Opel Astra OPC Cup 2016

Zum zweiten Mal in diesem Jahr durfte ich einen Gaststart im Opel Astra OPC Cup auf der Nürburgring/Nordschleife ausüben. Natürlich wieder in einem Fahrzeug von meinem Team Lubner Motorsport. Dieses Mal dauerte das Rennen nicht die gewohnten vier Stunden, sondern es war ein 6-Stunden-Rennen.

Am Freitag Nachmittag konnte ich drei Runden als Training absolvieren. Leider hatte ich keine freie Runde, aufgrund von Gelb-Phasen oder Überholmanövern.

Am Samstag Morgen im Zeitfahren dann leider wieder das gleiche: ich wurde in beiden Runden durch irgend ein „Hindernis“ aufgehalten. Ich fuhr übrigens das Rennen mit drei weiteren Fahrern (Stamm-Fahrern): Marcel Hartl, David Greissner und Michael Brüggenkamp. Da diese Fahrer aktuell die Meisterschaft anführen, war natürlich ein gutes Resultat enorm wichtig! Und es begann gut: durch die schnellste Zeit von David sicherten wir uns die Poleposition für das 6-Stunden-Rennen.

David machte den Start, fuhr ein hammer Rennen und kam auf der Pole in die Box, um an mich zu übergeben.

Das Auto war gut, aber ich fühlte mich trotzdem nicht 100%ig wohl im Fahrzeug. Der Sitz war für mich zu gross und mit den Gurten hatte ich leider auch Probleme – das Auto und ich wurden einfach nicht warm zusammen. Es ist total normal, dass nicht jedes Fahrzeug genau auf jeden abgestimmt werden kann!

Da sehr viele Unfälle passierten und dadurch viele Gelb-Phasen entstanden, hatte ich während meinem Stint (80min am Stück) keine einzige freie Runde – dies war schon sehr nervig, aber leider Tatsache.

Auch ich konnte die Führung halten und den Opel Astra beim Boxenstopp an Marcel übergeben. Auch Marcel und anschliessend Michael fuhren ein starkes Rennen! Wir führten mit ca. 4 Minuten auf den Zweitplatzierten!!

Doch dann, 5 Minuten vor Schluss, in der letzten Runde passierte es – ein Reifenplatzer! Das durfte doch nicht wahr sein…! Michael fuhr das Fahrzeug so gut es ging (langsam) weiter und so fuhren wir leider „nur“ auf Rang 2 über die Ziellinie.

Es ist frustrierend, nach praktisch fast 6-Stündiger Führung in der letzten Minute den ersten Rang abgeben zu müssen – doch schlussendlich ist auch ein zweiter Rang eine super Leistung!

Nochmals vielen Dank an die drei Jungs, dass ich sie unterstützen durfte und natürlich an das ganze Lubner Motorsport Team für die tolle Arbeit!

Bergrennen Oberhallau 2016

Wie im letzten Jahr durfte ich auch in diesem Jahr beim Bergrennen Oberhallau im Showblock teilnehmen – am Samstag mit meinem neuen Opel Astra TCR und am Sonntag mit dem KTM X-Bow von MOTOREX.

Schweizer Premiere am Samstag: Zum ersten Mal überhaupt fuhr ein Opel Astra TCR in der Schweiz!
Das Rennfahrzeug kam beim Publikum super gut an und auch mir hat es enormen Spass gemacht, meinen neuen Rennboliden den Berg hoch zu jagen… 😉

Am Sonntag fuhr ich für meinen Sponsor MOTOREX Taxifahrten mit dem Motorex KTM X-Bow. Jeder Mitfahrer war total vom Fahrzeug begeistert! Es gab sogar solche, welche letztes Jahr bereits mitfuhren und dieses Jahr wieder kamen!

Nochmals Vielen Dank an MOTOREX für diesen tollen Event! Es ist jedes Mal ein hammer Erlebnis und macht riesen Spass! 🙂

ADAC TCR Germany – Nürburgring

Ganz überraschend erhielten wir vor einer knappen Woche das Telefon von Kissling Motorsport, dass ich den 5. Lauf der ADAC TCR Germany auf dem Nürburgring fahren kann!

Total überrascht und natürlich überglücklich wurde innerhalb von wenigen Tagen alles organisiert, damit wir dabei sein konnten. Endlich war es soweit: Der neue Opel Astra TCR IST FERTIG!! 🙂

Am Donnerstag „trat“ uns der Bolide zum ersten Mal unter die Augen – Wahnsinn! Den ganzen Tag waren wir damit beschäftigt, das Auto mit meinen Sponsoren-Aufklebern zu bekleben, uns anzumelden, die technische Abnahme zu absolvieren, usw. Der Tag verging wie im Flug!

Am Freitag standen zwei freie Trainings à 30 Minuten und das Zeitfahren auf dem Programm. Das freie Training war sozusagen mein Roll-Out mit dem neuen Fahrzeug. Ich konnte ja im Voraus nie in meinem Auto sitzen. Dies machte mich schon sehr nervös…

Die beiden Trainings verliefen gut und ich konnte mich stetig steigern. Das Auto lag super in den Kurven und auch auf den Geraden konnte man nicht’s bemängeln.

Im Zeittraining belegte ich leider nur Rang 18, allerdings mit einem Rundenzeitabstand von 0.9 Zehntel auf die Pole bzw. 0.3 Zehntel auf die Top 10. Das ganze Feld von 21 Fahrern lag in einer Sekunde! Enorm eng also…

Am Samstag Mittag fand das erste Rennen statt. Ich hatte trotz Nervosität einen guten Start, kam gut weg, aber in der ersten Kurve war mir das Auto einfach noch zu wenig vertraut und so fuhr ich etwas zaghaft, wodurch ich auf P21 rutschte. Meine Zeit kam dann gegen Mitte des Rennens! Ich konnte einige Konkurrenten überholen, blieb anschliessend aber an einem Seat „hängen“, kam nicht an ihm vorbei. Ich versuchte 2 mal, diesen zu überholen und jedes mal wenn ich vorbei war, erhielt ich von ihm einen Schubser und er war wieder vorbei – nicht gerade fairplay! Schlussendlich fuhr ich auf den 13. Rang. Das Ergebnis war top, wenn man bedenkt, dass ich das Auto erst einen Tag zuvor erhalten hatte!

Die beiden routinierten Opel Piloten aus der TCR Benelux, ebenfalls mit je einem Opel Astra TCR im Rennen, bescherten der Marke Opel übrigens beim ersten Renn-Einsatz in Deutschland die Podestplätze 2 und 3! Welch schöne Ueberraschung!

Am Sonntag Mittag fand Rennen Nr. 2 statt. Dieses Mal „verkorkste“ ich meinen Start und hatte in diesem Moment das Gefühl, eine Schnecke wäre wohl schneller weggekrochen als ich… naja! In der zweiten Kurve hatte ich dann sogar noch eine Kollision mit einem Vordermann, da dieser abrupt stehen blieb und ich ihm dadurch ungebremst in’s Heck fuhr. Ich konnte zwar weiterfahren, verlor aber einige Plätze.

Durch gut gefahrene Rundenzeiten konnte ich meine Gegner teilweise wieder einholen, sodass ich innert kurzer Zeit auf P14 lag. Die beiden Konkurrenten vor mir fuhren auf den Plätzen 12 und 13 Kampflinie, sodass es nicht einfach war, zu überholen. Zudem hatte sich in der Zwischenzeit meine Elektronik gemeldet und angezeigt, dass die Wassertemperatur zu hoch sei (durch mein nahes Auffahren auf den Vordermann)… ich musste das Auto kühlen, indem ich jeweils nicht mehr exakt in der Ideallinie hinter ihm fuhr.

Kurz vor Schluss konnte ich en Seat überholen und klebte bereits dem Golf auf P12 am Heck! So fuhren wir auf der Start-Zielgeraden fast nebeneinander über die Ziellinie – ich wurde aber mit 0.2 Zehntel Abstand 13te! Von der Mitte bis zum Schluss des Rennens fuhr ich die gleichen Rundenzeiten wie die Top 5, was doch eine recht gute Leistung war!

An dieser Stelle geht natürlich ein ganz herzliches Dankeschön an das Team von Lubner-Motorsport und allen Helfern, die so kurzfristig eingesprungen sind und mich unterstützt haben. Vielen Dank auch an Kissling-Motorsport mit seinen Mitarbeitern, die meinen Opel Astra TCR gebaut haben.

Wir sind mit unserem Debut in der ADAC TCR Germany mehr als zufrieden und freuen uns bereits jetzt auf das Finale in Hockenheim vom 01. – 02. Oktober 2016.

Nun können wir die Zeit bis dahin nutzen, den neuen Opel Astra TCR besser kennenzulernen und das fehlende Training nachzuholen 😉